Rehna : Jugendclub mit neuer Fassade

Mitarbeiter der Bedachungs GmbH gestalten die Fassade. Sie wird ein Hingucker in der Goethestraße.
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Mitarbeiter der Bedachungs GmbH gestalten die Fassade. Sie wird ein Hingucker in der Goethestraße.

Rehna hat Platzbedarf und plant vorübergehende Doppelnutzung mit Hort / Investitionen belaufen sich auf 92000 Euro

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12. August 2015, 23:54 Uhr

Südschwedisches Flair an der Radegast: Mit seiner Farbgebung in Schwedenrot und farblichen Kontrasten wird der Jugendclub Ende August auch äußerlich im neuen Glanz erstrahlen. Darauf zielen die Bemühungen der Stadt Rehna ab, die den einst in der Goethestraße als Seniorenclub genutzten Flachbau einer Aufwertung unterzieht. „Ein lang gehegter Wunsch“, gibt Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg zu verstehen und schaut den Mitarbeitern der Grevesmühlener Bedachungs GmbH über ihre Schultern. Sie werkeln seit Mitte Juli am Flachbau, verpassten diesem ein neues Dach, inklusive Dämmung. „Jetzt folgt bis Ende August die Fassade“, so Oldenburg.

Rund 92 000 Euro gibt Rehna inklusive 61 000 Euro EU-Leader-Gelder für das Zukunftsprojekt aus. Mit der vor einigen Jahren vollzogenen Innensanierung belaufen sich die Investitionen auf rund 200 000 Euro.

Dass der Jugendclub eine Zukunft hat, dessen ist sich Oldenburg sicher. Zwar erfolge der Clubbetrieb mit täglich zwei Stunden noch etwas eingeschränkt, aber „wir werden das Gebäude vorübergehend nun für den Hort mitnutzen“. Eine Entscheidung, die dem Platzbedarf im Schulhaus geschuldet sei. „Die Zahl der Kinder steigt“, so der Bürgermeister.

Hauptamtsleiter Bernd Karnatz verdeutlicht die Situation: „Statt 88 werden zukünftig rund 110 Kinder allein in Rehna betreut.“

Anforderungen, die nicht allein Rehna schultern muss. Im gesamten Amtsgebiet melden Eltern verstärkt Betreuungsbedarf an. Das gilt vornehmlich in der Krippe und in den Kindergärten und bleibt nicht ohne Folgen für den Hortbetrieb. „Die Eltern haben einen Rechtsanspruch auf Kita- und Krippenplätze. Dem müssen wir gerecht werden“, sagt Karnatz. Die Folge: Am Standort Carlow laufen die Planungen, dass der Hort schnellstmöglich von der Kita ins Schulgebäude einziehen kann. Ein Provisorium, dem ein Konzept für ein neues Betreuungsobjekt folgen soll. „Eine Gesprächsrunde über eine Betriebserlaubnis für die Standorte Rehna und Carlow wurde vereinbart“, sagt Karnatz.

Steigende Kinderzahlen meldet der Standort Schlagsdorf. Folglich erhält die Kita einen Erweiterungsbau für 30 Krippenplätze. Die Zahl der Schüler stieg von 200 auf heute 240 an.

Während in Carlow die Kirchgemeinde, die Kommune und das Amt Rehna ein Unterbringungskonzept erarbeiten wollen, wartet die Stadt Rehna auf die Zusage von Fördergeldern für einen Sporthallenneubau. „Mit Fertigstellung besteht die Chance, den alten Sporthallentrakt zum Hortgebäude umzufunktionieren“, sagt Oldenburg.

Zwölf Monate bleiben nun der Stadt, um zu reagieren. Bis dahin werden die Mädchen und Jungen den neu gestalteten Hort für sich entdecken und möglicherweise auch den Jugendclub.

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