Europameisterschaft : Judoka erfüllt sich Kindheitstraum

Die Gadebuscherin Yvonne Wolski (r.) im Kreise der Europameisterin aus Ungarn und der Deutschen Kontrahentin.
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Die Gadebuscherin Yvonne Wolski (r.) im Kreise der Europameisterin aus Ungarn und der Deutschen Kontrahentin.

Gadebuscherin Yvonne Wolski startete bei der Europameisterschaft und holt Bronze Prag

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08. Juli 2014, 00:15 Uhr

Mit neun Jahren warf die Gadebuscherin Yvonne Wolski das erste Mal eine Gegnerin auf die Matte. Jetzt, 26 Jahre später, krönte die 35-Jährige ihre Leidenschaft zum Judosport mit dem dritten Platz bei den Europameisterschaften. In Prag gewann die Gadebuscherin einen Kampf, verlor zwei Mal und sicherte sich damit die Bronzemedaille.

In der dritten Klasse war die Gadebuscherin erstmals zum Gadebuscher Judoverein gekommen. Eine Kampfsportart, Auge in Auge mit dem Gegner, erschien der Drittklässlerin die richtige Sportart. Dass das eine gute Entscheidung war, zeigte sich ein paar Jahre später. Mit 19 nahm Yvonne Wolski das erste Mal an Deutschen Meisterschaften teil. „Das war schon ein Erlebnis. Als kleiner Gadebuscher Judoverein an Deutschen Meisterschaften teilnehmen“, sagte die 35-Jährige. Mehrfach hatte die Kämpferin bis dahin schon den Landesmeistertitel geholt und ihren Gegnerinnen das Fürchten gelehrt. Doch das Hobby musste wenig später unterbrochen werden. Sohn Paul wurde geboren, eine fünfjährige Sportpause folgte. Aber die Leidenschaft zum Judo blieb und vor wenigen Jahren begann die junge Mutter wieder mit dem Training. „Der Sport hat mich nicht losgelassen. Außerdem trainiere ich ja den Nachwuchs“, erzählt die Gadebuscherin.

Der Gewinn der Deutschen Meistertitel 2012 und 2013 zeigte, dass sich der neuerliche Einstieg in den Judosport gelohnt hat. „Allerdings wollte ich jetzt auch mal mehr“, sagt Wolski. Doch die Europameisterschaften im vergangenen Jahr fanden in Paris, der französischen Hauptstadt statt. „Das war zu weit und zu teuer. Deshalb habe ich nicht teilgenommen“, erzählt die Sportlerin. Doch in diesem Jahr sollte es klappen. Prag stand auf dem Programm. Und die siebenstündige Anreise schien nicht unmöglich. „Da wir eine gute Verbindung zu den Schönberger Judokas haben und die mit drei Leuten hinfahren wollten, habe ich gefragt, ob ich mitkommen könnte“, erzählt Yvonne Wolski. Die Schönberger nahmen die Gadebuscherin gerne mit und so ging es in die tschechische Hauptstadt. Nach der Anreise mitten in der Woche standen am Sonnabend die Wettkämpfe auf dem Programm. Zwei deutsche und eine ungarische Gegnerin starteten in der Klasse über 78 Kilogramm der Damen AK II.

Während die Ungarin gewann, Yvonne Wolski insgesamt einen Kampf gewann und zwei verlor, stand Platz drei zu Buche. „Beim letzten Kampf war ich einfach platt. Ich hatte keine Kraft mehr. Aber ich bin super zufrieden mit meiner Leistung, zumal die verlorenen Kämpfe nur knapp endeten“, sagte die Athletin. Gleichzeitig bedankt sich die Gadebuscherin bei ihren Sponsoren. Die sorgten dafür, dass die Gadebuscherin eine Unterkunft hatte, Essen und Trinken und 125 Euro Startgebühren bezahlen konnte.

„Insgesamt hat mich der Wettkampf 400 Euro gekostet. Das haben die Sponsoren übernommen. Vielen Dank für dieses unvergessliche Erlebnis in Prag“, sagt die 35-Jährige.

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