Wohnungsgesellschaft Radegasttal : Johann erhält Begrüßungsgeld

Alice Müller und Tobias Papendick freuen sich mit Sohn Johannes über das Begrüßungsgeld.
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Alice Müller und Tobias Papendick freuen sich mit Sohn Johannes über das Begrüßungsgeld.

Wohnungsgesellschaft Radegasttal heißt Neugeborenen auch ohne Mietvertrag willkommen

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27. April 2017, 09:00 Uhr

Begrüßungsgeld für Kinder: Mit dieser Aktion erfreut die Wohnungsgesellschaft Radegasttal (WGR) seit geraumer Zeit junge Familien in Gadebusch und der Region. Vor allem auch jene jungen Menschen, die bei der WGR wohnen und möglicherweise eine Familie planen. Mehr als 250. Mal gab es jeweils 100 Euro für jedes Neugeborene. „Eine tolle Aktion“, sagt Roswitha Müller aus Gadebusch. Seit wenigen Wochen ist sie stolze Uroma und ihre Enkelin Alice Müller ebenso stolze Mama. Aber mit dem Begrüßungsgeld sollte es auf den ersten Blick nicht so wirklich klappen. „Sie erhielten im ersten Gespräch eine Ablehnung“, sagt Roswitha Müller am heißen Draht der SVZ.

Das Besondere: Ihre Enkelin verfügt nicht über eine eigene Wohnung bei der WGR, sondern wohnt mit dem Urenkel bei Roswitha Müller. „Ein Sonderfall“, wie Heike Post, Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft Radegasttal im Gespräch mit der SVZ sagt. „Aber ich kann heute und hier sagen: Der kleine Johann und somit auch die Mutter erhalten natürlich das Begrüßungsgeld.“

Alice Müller steht bei dieser Nachricht die Freude ins Gesicht geschrieben: „Schön“, sagt sie. Mit dem Geld könne man alles das kaufen, was man so in den ersten Wochen für das Kind so brauche. Windeln, Strampler und all die anderen wichtigen Dinge hätten so ihren Preis. Alice Müller (22) und Vater Tobias Papendick (27) begrüßen gemeinsam die Entscheidung der WGR. „Wenn sich eine für unsere junge Familie geeignete Wohnung findet, bleiben wir natürlich bei der WGR“, so die Eltern.

Das würde natürlich auch der WGR gefallen. „Wir mussten den Anspruch erst einmal prüfen“, sagt Post. Eine Konstellation wie bei Familie Müller gab es bei der WGR bislang nicht. „In der Regel verfügen die Eltern der Kinder über einen eigenen Mietvertrag. In diesem Fall ist es die Oma bzw. die Mutter der Antragstellerin“, sagt Post. Nachdem geklärt war, dass die Enkeltochter fest bei der Uroma wohne, habe die Geschäftsführung sich für die Zahlung des Begrüßungsgeldes ausgesprochen. „Nun verfügen wir in diesen besonderen Fällen über eine klare Regelung“, sagt Post.

Im Februar zahlte die Wohnungsgesellschaft zum 250. Mal ein Begrüßungsgeld für Neugeborene aus. Eine kleine Tradition, mit der das Unternehmen im Juni 2002 begann. Eine tolle Geste“, sagt auch Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest. Das binde die Mieter, schaffe Vertrauen.  

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