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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

17. November 2017 | 18:55 Uhr

Thandorf : „Jeder hat etwas zum Tauschen“

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Organisatoren des 2. Bauernmarkt von Thandorf erhoffen sich gleichen Erfolg wie bei der Premiere im vergangenen Jahr

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2017 | 04:45 Uhr

Der Herbst ist die Zeit der Bauernmärkte – da möchte auch die kleinste Gemeinde im Nordwesten Mecklenburgs nicht nachstehen. „Nach dem umwerfenden Erfolg bei unserer Premiere im vergangenen Jahr hängt die Latte zwar ziemlich hoch, aber ich denke, es wird auch in diesem Jahr so sein. Jeder hat etwas zu tauschen“, erklärt Friederike de Groot. Damit deutet sie schon an, was das Besondere an diesem Markt ist: das Tauschen. „Die meisten Leute haben immer etwas zu viel – zu viele Blumenzwiebeln, zu viele Stauden, zu viele Kürbisse“, ergänzt Maike Hanck. Zu schade, um es wegzuwerfen, meint sie.

Die beiden Frauen waren es, die 2016 aus dieser Kenntnis heraus die Idee mit dieser Art von dörflichem Bauernmarkt hatten. Die Kunstscheune des Ortes diente als Austragungsort und wird es auch diesmal sein. „Im Prinzip wird es genauso ablaufen wie letztes Jahr – alles rund um das Thema Garten und Pflanzen ist erlaubt, Staubsauger nicht“, erklären die beiden Organisatorinnen. Gemeint ist damit, dass zwar neben Sämereien, Pflanzen und Früchten auch Marmeladen, Blumentöpfe oder Gartengerätschaften erlaubt sind. Aber eben keine völlig „artfremden“ Gegenstände wie Hometrainer, Kleidung (außer vielleicht Gummistiefel oder Gartenhandschuhe) und Kaffeemaschinen. Letztere kommt allein für die Verpflegung der Teilnehmer und ihrer Gäste zum Einsatz. „Weit über 100 waren das damals bei der Premiere. Und die kamen nicht nur aus Thandorf, sondern auch aus dem Umkreis und sogar von weiter her“, so Maike Hanck. Wie viele davon selbst etwas zum Tauschen mitgebracht hatten, sei nicht mehr festzustellen. Aber doch die Mehrzahl. Sieben Verkaufsstände gab es, nur zwei davon waren jedoch gewerblich, die sich natürlich ihre Sachen bezahlen ließen. „Aber auch diese Verkäufer haben im Endeffekt etwas in den Eimer für die Dorfgemeinschaft gegeben“, sagt Friederike de Groot. Usus war es nämlich, dass diejenigen, die nichts zum Tauschen mit hatten, einen Obolus in einen Eimer taten, der in der Mitte der Kunstscheune stand. „Jeder hat das gegeben, was ihm das Wert war, was er sich genommen hat sowie für Kaffee und Kuchen“, so die beiden Frauen. Das soll auch in diesem Jahr so sein. Die so erhaltene Geldsumme komme ebenso wie 2016, nach Abzug der Unkosten wie Wasser und Strom, dem Dorfverein zugute. „Schließlich stellt der uns kostenlos die Kunstscheune zur Verfügung und unterstützt uns auch sonst“, sind sich de Groot und Hanck einig.

Der Bauernmarkt von Thandorf findet bereits kommenden Sonntag, in der Zeit von 14 bis 17 Uhr statt. „Jeglich spontane Anmeldung ist uns noch willkommen. Dabei kommt es auch nicht auf die Menge an“, so die Organisatorinnen. Natürlich könne man auch spontan etwas mitbringen, einen Stand bekäme man ohne Anmeldung aber nicht. Möglich ist diese unter den beiden Telefonnummern 038875/22057 oder 038875/225469.

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