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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

25. November 2017 | 12:41 Uhr

Gadebusch : Jarmstorf wird neu vermessen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Klaus Ortmann will das ehemalige Dorf im Maßstab 1:100 nachbauen

von
erstellt am 07.Okt.2014 | 23:38 Uhr

In der Stadt Gadebusch sorgt das Vermessen von Häusern für Aufsehen. Dabei werden nicht etwa Daten für Verkaufskataloge oder Google Maps ermittelt, sondern für den Nachbau eines ehemaligen Ortes mit Namen Jarmstorf. Dieses einstige Dorf, das seit Jahrzehnten Bestandteil der Stadt Gadebusch ist, soll im Miniformat wieder aufgebaut werden. „Der Maßstab beträgt 1:100“, sagt Klaus Ortmann, der das Projekt realisiert und im nächsten Jahr damit fertig sein wird.

Läuft alles nach Plan, könnte das alte Jarmstorf in der Gadebuscher Museumsanlage zeitweilig zu sehen sein. Doch soweit ist der Mini-Baumeister noch nicht. Derzeit tüftelt er am Nachbau des SVZ-Pressehaus in der Joh.-Stelling-Straße. „Das Gebäude wird 14 Zentimeter breit, 18 Zentimeter lang und 13 Zentimeter hoch sein“, rechnet Ortmann vor. In dem Haus habe sich einst eine Maschinen- und Traktorenwerkstatt der Firma Witte und später eine Gemüsehalle befunden.

Bei seinen Bauplan-Recherchen greift Klaus Ortmann auch auf Fotos zurück, auf denen Gebäude zu sehen sind, die es längst nicht mehr gibt. Denn in Mini-Jarmstorf sollen das Holländerhaus und die -scheune genauso wieder aufgebaut werden wie eine ehemalige Tankstelle oder die so genannte Nudel-Bude, die in den 1990er Jahren dem Erdboden gleichgemacht wurde. Heute befinden sich auf dem Areal Aldi und Rossmann.

Die Grenze des einstigen Ortes Jarmstorf endete an der Radegastbrücke (Stellingstraße/Lübsche Straße). Das Dorf war 1950 in die Stadt Gadebusch eingemeindet worden.




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