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Festspiele am Kloster : Jahrmarkt der Sensationen begeistert

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Künstlerkarawane mit Pantomimen, Akrobatik und Schlangentanz gastiert in Rehna. Insgesamt 470 Gäste waren dabei.

svz.de von
erstellt am 06.Aug.2014 | 21:09 Uhr

Sympathisch, fantastisch, sensationell: Rehna, ein Ort der Sensationen? Mit Sicherheit werden die Besucher der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sagen, die das Kloster Rehna als Aufführungsort des Kulturereignisses erlebten und mit tosendem Beifall die Akteure des „Jahrmarktes der Sensationen“ beglückten.

Das musikalische Wandertheater gastierte mit seiner Künstlerkarawane und dreistündigem Programm am Dienstagabend in der Kleinstadt. „Wir sind ausverkauft, restlos“, sagt Burkhard Schmidt vom Klosterverein Rehna und freut sich über die 470 Gäste im Nonnengarten. Die lassen sich vom Weltklasse-Ensemble Quadro Nuevo mit Balladen, Balkan-Swing und märchenhaften Klangfabeln sowie für die Musik eigens ausgereichtem Paprikapuder und akrobatischen Spitzenleistungen von Danza Furiosa auf den orientalisch anmutenden Jahrmarkt einstimmen.

Festspielintendant Dr. Markus Fein war nicht allein von der künstlerischen Qualität seiner Karawane angetan, deren Programm „eigens für die Tour geschrieben“ wurde. Sichtlich war er mit dem von ihm entdeckten Standort Rehna zufrieden, der sich als wunderschöne Kulisse für die drei Bühneninstallationen zwischen Südflügel Langes Haus und Kirchturm entpuppte. Eine rundum gelungene Festspielgeschichte, die für Rehna als Zufallsbegegnung begann, verrät Burkhard Schmidt: „Herr Fein folgte einfach dem touristischen Hinweisschild an der A 20. Wir schauten uns die Örtlichkeiten an. Am Ende stand fest: Das Kloster war die richtige Wahl.“

Ein Ort voller Kultur, mit einer Kulisse für ein wenig Großstadt-Flair. Das Pantomimenduo Compagnie Bodecker & Neander benötigte für seine Interpretation von Paris als Hauptstadt der Sinnesfreuden nur wenige Quadratmeter im Nonnengarten. Alexander Neander und Wolfram von Bodecker boten ein prächtiges, amüsantes Bildtheater mit Comedy und optischen Illusionen.

Die folgenden Shows auf drei Bühnen erreichten die Besucherkarawanen im Wechsel – ganz ohne Hast und mit leisem Schritt. Da blieb ausreichend Zeit für Musik und Träume vom Orient und der Begegnungen mit einer Tigerpython. Eine tierische Geschichte mit Hautkontakt zum 2,5 Meter großen Reptil.

Die Künstlerkarawane ist wieder auf Tour und zieht weiter über Dalwitz, Dargun, Putbus auf Rügen bis zum Gutshof Stolpe bei Anklam. Rehna und die zahlreichen Gäste werden sich gewiss lange an solch einem kulturvollen Abend erinnern. Nicht wenige Besucher waren erstmals zu Gast unter dem Kirchturm von Rehna. Da bleibt nur der Wunsch, dass sie als auch die Festspiele erneut den Weg nach Rehna finden.

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