Rehna : Investitionsstau in der Klosterstadt

Das Lange Haus ist Teil der Rehnaer Klosteranlage. Für acht Millionen D-Mark war es einst saniert worden und ist seit rund 20 Jahren Verwalungssitz.  Fotos: Holger Glaner
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Das Lange Haus ist Teil der Rehnaer Klosteranlage. Für acht Millionen D-Mark war es einst saniert worden und ist seit rund 20 Jahren Verwaltungssitz. Fotos: Holger Glaner

Teile des Langen Hauses müssen dringend instandgesetzt werden. Geschieht nichts, droht einzelnen Räumen die Sperrung

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15. Februar 2018, 05:00 Uhr

Kosten von mehreren hunderttausend Euro drohen auf die Stadt Rehna zuzukommen. Der Grund sind notwendige Instandsetzungsmaßnahmen am Langen Haus, das dem Amt Rehna seit den 1990er-Jahren als Verwaltungssitz dient. Geschieht nichts, droht einzelnen Räumen wie dem Kapitelsaal schlimmstenfalls die Sperrung. Dort bestehe aufgrund von Feuchtigkeitsproblemen ein riesiger Handlungsebdarf, sagt Dirk Groth vom Rehnaer Bauamt. Der Saal stehe fast schon vor der Sperrung aufgrund des dortigen Schadstoffgehaltes in der Luft. Zudem sind laut einer Beschlussvorlage an der historischen Gebäudehülle dringende Sanierungsmaßnahmen erforderlich.

War im Dezember vergangenen Jahres noch von geschätzten Baukosten von knapp einer halben Million Euro die Rede, so spricht Dirk Groth inzwischen von einem Sanierungsbedarf von 800 000 Euro bis einer Million Euro. Diese Summe nannte er in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung der Stadt Rehna. Dem vorausgegangen war ein Vor-Ort-Termin mit einem Architekten.

Ohne Förderung wird die Stadt Rehna die notwendigen Kosten nicht stemmen können. „Auch das Land muss hier in die Bresche springen. Es handelt sich nicht nur um ein Verwaltungsgebäude, sondern auch um ein Ensemble mit geschichtlichem Charakter“, verdeutlicht Groth.

Das so genannte Lange Haus ist als Teil der Klosteranlage Rehna ein bedeutsames Baudenkmal. Seit 1997/1998 dient es dem Amt als Verwaltungssitz. Rund acht Millionen D-Mark wurden dafür einst investiert.

Seit Abschluss jener Sanierungsarbeiten haben sich die gesetzlichen Vorschriften inbesondere hinsichtlich Brandschutz und Wärmeschutz erheblich verschärft. Um den Verwaltungssitz den aktuellen Anforderungen anzupassen, werden wohl auch brandschutztechnische und energetische Maßnahmen erforderlich sein.

Die Mitglieder des Rehnaer Bauausschusses sprachen sich nunmehr einstimmig dafür aus, Fördermittel für die Instandsetzung des Langen Hauses in Rehna zu beantragen. Im besten Fall ist eine 75-prozentige Förderung möglich.

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