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Neue Spielgeräte in Othensdorf und Krembz : Investitionen für Kinder

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Engagierte Bürger, Sponsoren und Kommunen ermöglichten neue Spielgeräte für die jüngsten Einwohner

von
erstellt am 25.Apr.2016 | 04:40 Uhr

Sie sollten eine Selbstverständlichkeit sein, sind sie aber nicht: Spielplätze für Kinder. Umso größer dürfte die Freude in Othensdorf und Krembz sein, wo sich engagierte Bürger für die jüngsten Einwohner mit Erfolg eingesetzt haben. So konnte am Sonnabend in Othensdorf eine neue Schaukel im Wert von rund 3500 Euro an Kinder übergeben werden. Das Besondere an ihr ist, dass sie aus Recycling-Material ist und nahezu unverwüstlich scheint.

Drei Jahre lang hatten Mitglieder der Dorfgemeinschaft Brützkow-Othensdorf für diese Investition Geld gesammelt. 1000 Euro kamen dabei zusammen. Weitere 500 Euro stellte ein ehemaliger Othendorfer zur Verfügung, der ebenso anonym bleiben möchte wie eine 50-Euro-Spenderin. Weitere finanzielle Mittel kamen von der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest und der Stadt Rehna, die rund 50 Prozent der Kosten übernahm.

Anwohner wie Henry Kähler freuen sich, dass für die Jüngsten etwas getan wird. „Schön, dass überhaupt etwas hier im Dorf passiert“, sagte Kähler. Ein anderer Dorfbewohner meinte: „Othensdorf wurde nicht umsonst schon mal als das vergessene Dorf bezeichnet.“ Eine Aussage, die Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg so nicht stehen lassen wollte: „Man sieht, dass wir einen Ortsteil wie Othensdorf nicht vergessen. Wir sind auf einem richtigen Weg.“ Gleichzeitig ermunterte er Einwohner, sich an die Stadt- oder Ortsteilvertreter zu wenden, wenn es Probleme zu lösen gilt.

Mit aus Othensdorf konnte der Rehnaer Bürgermeister übrigens eine Wunschliste der Kinder nehmen. Denn sie möchten in ihrem Dorf noch eine Rutsche, eine Seilbahn und eine Seilpyramide zum Klettern, sagten sie gegenüber der SVZ.

Geklettert und gerutscht werden kann in Kürze übrigens schon in Krembz. Dort wurden rund 10 000 Euro für einen neuen Spielplatz an den Neubauten investiert. „Den ganzen Aufbau haben wir dann über Sponsoring organisiert, sprachen dafür Firmen wie beispielsweise die Staudler-Bau GmbH sowie Einwohner an“, sagte Nico Müller. Er ist Gemeindevertreter und Vorsitzender des Kinder- und Jugendausschusses. Nach seinen Angaben wurde nun die letzte, 40 Zentimeter dicke Kiesschicht des Spielplatzes aufgetragen. Sie soll als eine Art Fallschutz fungieren.

In den zurückliegenden Jahren gab es in der Gemeinde Krembz keinen öffentlichen Spielplatz, wie Müller betonte. „Dieser ist quasi der erste Spielplatz in der Gemeinde, der nach der Wende gebaut wird. Es war mitunter ein harter Kampf dieses Projekt durchzubringen – auch durch die Gemeindevertretung. Man hat zeitweilig hitzig diskutiert“, so Müller.

Wenn der neue Spielplatz sich bewähren sollte, will die Gemeinde Krembz weitere in Groß Salitz und in Stöllnitz errichten.  

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