Kein Netz : Internet-Zuschuss für Botelsdorfer

Schnelles Internet für alle soll es künftig in Botelsdorf geben. Die Gemeinde Veelböken stellt einen Investitionszuschuss von maximal 250 Euro zur Verfügung.
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Schnelles Internet für alle soll es künftig in Botelsdorf geben. Die Gemeinde Veelböken stellt einen Investitionszuschuss von maximal 250 Euro zur Verfügung.

Gemeinde Veelböken will den Ortsteil per Funktechnologie an die Datenautobahn anschließen

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05. November 2014, 23:30 Uhr

Gemeinden machen mobil und wollen für ihre Bürger ein schnelleres Internet. Ein Beispiel dafür ist die Kommune Veelböken, die Einwohner von Botelsdorf finanziell unter die Arme greifen will. So will die Gemeinde bis zu 250 Euro für Haushalte und Gewerbetreibende bereit stellen, damit Botelsdorfer per Funktechnologie die Datenautobahn erreichen können.

„Die Alternative dazu wären Kosten von 65 000 Euro, um eine Datenleitung in die Erde zu buddeln. Dieses Geld haben wir aber nicht zur Verfügung“, sagt Veelbökens Bürgermeister Steffen Timm. Mit ihrem Beschluss will die Gemeindevertretung aber gezielt verhindern, dass Botelsdorf ein weißer Fleck auf der Internetkarte bleibt.

Wie das Amt Gadebusch erklärt, ist Veelböken die bislang einzige Gemeinde im Amtsbereich, die einen Investitionskosten-Zuschuss in Höhe von 250 Euro für Haushalte und Gewerbetreibende willigt.

Probleme mit dem Internet gibt es derzeit auch dort, wo man es eigentlich nicht vermutet: in Frauenmark. Dieser Ortsteil ist bereits an die Datenautobahn angeschlossen worden. Doch Einwohner beklagen, dass von einem schnellen Internet nach wie vor nicht die Rede sein könne – obwohl Fördergelder in den Ausbau des Internets geflossen sind.

Die Gemeinde will diesen Zustand nicht länger hinnehmen und hat das betroffene Unternehmen angeschrieben. Seit zwei Monaten warten sie vergeblich auf eine Antwort. „Das finde ich schlichtweg unverschämt. Die Firma sollte sich fragen, ob sie ihrer Leistung gerecht wird“, sagt Bürgermeister Steffen Timm. Er drängt darauf, dass die Firma sicherstellt, dass auch das letzte Haus in Frauenmark über ein schnelles Internet verfügt. Ansonsten solle das Unternehmen Fördergelder zurückzahlen.

In Sachen Internet versteht auch die Gemeinde Thandorf keinen Spaß. Sie will inzwischen sogar ein kostenloses, flächendeckendes W-Lan, also drahtloses Internet für die Einwohner der Gemeinde. „Aus meiner Sicht gehört das freie Internet mit 50 Mbit heute zur Daseinsvorsorge“, meint Reetz. Immer und überall online sein, und das kostenlos – das sei es, was viel e junge Menschen wollen“, kündigt Thandorfs Bürgermeister Wolfgang Reetz unlängst an. Die 147-Seelen-Gemeinde wäre mit diesem Angebot ein Vorreiter im Landkreis Nordwestmecklenburg. Dafür müssten im Ort mehrere neue Antennen, so genannte Repeater, aufgestellt werden. Die sind jedoch kleiner als eine Satellitenschüssel und würden nicht stören. Reetz hofft, das Pilotprojekt innerhalb der nächsten vier Jahre auf die Beine zu stellen.

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