Statistik : Internet-Kriminalität nimmt zu

Gudrun Schuster und Dr. Michael Peters von der Polizeiinspektion Wismar stellten gestern die Kriminalstatistik 2013 vor.
Gudrun Schuster und Dr. Michael Peters von der Polizeiinspektion Wismar stellten gestern die Kriminalstatistik 2013 vor.

Polizei registrierte 35,4 Prozent mehr Straftaten in diesem Bereich. Täter fälschen Papiere und fangen bestellte Ware vorher ab

von
28. März 2014, 21:00 Uhr

Immer mehr Menschen in Nordwestmecklenburg werden Opfer der Computer- und Internet-Kriminalität. Das belegen Zahlen der Kriminalstatistik, die gestern von der Polizeiinspektion Wismar vorgestellt wurde. Demnach gab es im vergangenen Jahr 624 Fälle der Internetkriminalität, was einer Steigerung von 35,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2012 entspricht.

In diesen Fällen hatten beispielsweise Kunden über das Internet Waren bestellt, ersteigert, bezahlt – aber nie erhalten. Die Täter legten sich hierfür u.a. falsche Identitäten zu und fälschten Ausweise, um Waren in Empfang nehmen zu können. „Man kann Bürger immer wieder nur warnen. Sie sollten sich unbedingt vorher informieren, wer die Anbieter sind“, rät Kripochefin Gudrun Schuster.

Einen noch drastischeren Anstieg registrierten die Ermittler bei der Computerkriminalität. Hier erhöhte sich die Zahl der Fälle binnen eines Jahres auf 223, was einer Steigerung von 66,4 Prozent entspricht. Zur Computerkriminalität zählt u. a. das Platzieren von Trojanern auf Rechnern, das Ausspionieren von PC-Passwörtern oder die Sabotage von Computersystemen. „Hier hat es einen deutlichen Anstieg gegeben“, sagt der Leiter der Polizeiinspektion Wismar, Dr. Michael Peters.

Trotz der gestiegenen Fallzahlen in diesen beiden Bereichen kann Peters auch Positives vermelden: „Mit einem Gesamtaufkommen von 10 716 Fällen im Jahr 2013 sank die Fallzahl gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent.“ Gleichzeitig sei die Aufklärungsquote um 2,3 Prozent auf 54,5 Prozent gesteigert worden. Einen besonders großen Rückgang habe es im Bereich der Straßenkriminalität gegeben. Hier wurden 519 Delikte weniger registriert. Zur Straßenkriminalität zählen Raubstraftaten, Sachbeschädigungen an Kfz, Diebstähle aus Kiosken, Schaufenstern und Vitrinen, Automatenaufbrüche und Fahraddiebstähle.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen