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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. Juli 2017 | 18:32 Uhr

Rehna : Internet: Bagger sollen 2018 rollen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Landkreis setzt Ausschreibungsverfahren europaweit in Gang und startet eine Informations-Offensive mit Projektgebiets-Beauftragten

Der Geduldsfaden vieler Nordwestmecklenburger schien zu reißen. Doch jetzt kommt offenbar Bewegung in den flächendeckenden Breitbandausbau im Landkreis. So stellte der Kreis gestern einen Zeitplan für weitere Verfahrensschritte vor. Die wichtigste Info für Unternehmen und Bürger: Im Dezember dieses Jahres soll der Zuschlag für den Ausbau in den Bereichen Bereich Rehna, Lützow-Lübstorf, Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen erfolgen. Im zweiten Quartal 2018 sollen die Bagger anrollen und Firmen mit der Tiefbauphase beginnen.

Während Haushalte auf eine Datenleitung von 100 MBit pro Sekunde (Download und Upload) hoffen können, sollen Firmen, Krankenhäuser und Institutionen Datenraten von einem Gigabyte erhalten. Nach Angaben von Dr. Roland Finke von Stabsstelle Nordwestmecklenburg soll damit die Basis für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten geschaffen werden.

„Uns ist vollkommen klar, dass ein schnelles Internet ein ganz wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft aber auch für die Bevölkerung ist“, so Landrätin Kerstin Weiss (SPD). Landkreisweit stehen Fördergelder von 190 Millionen Euro für den Breitbandausbau bereit. In den Bereichen Lützow-Lübstorf sowie Dorf Mecklenburg/Bad Kleinen sollen jeweils 15 Millionen Euro Bundesmittel investiert werden, in Rehna 11,4 Millionen Euro.

Um sich bei diesem Millionen-Projekt nicht in juristischen Fallstricken zu verheddern, setzt der Landkreis auf die Anwaltskanzlei Muth und Partner. Hinzu kommt als fachlich-technischer Berater das Unternehmen GEO Data, das über Erfahrung aus mehr als 200 Breitbandprojekten verfügt. Darüber hinaus gibt es Projektgebiets-Beauftragte, die u. a. einen reibungslosen Informationsfluss zwischen Landkreis, Kommunen, Bürgern sichern sollen.

Einer dieser Beauftragten ist der Thandorfer Bürgermeister Wolfgang Reetz für den Amtsbereich Rehna. Er weiß, dass „die Bevölkerung mit den Füßen schart.“ Und er fordert, dass auch „Satelittenorte“ in den Gemeinden mit Breitband versorgt werden. Auch davon hänge die Entwicklung kleiner Orte ab.

In Eigenregie und auf eigene Kosten verlegen bereits Kommunen im Amtsbereich Lützow-Lübstorf im Zuge von Straßenbaumaßnahmen Leerrohre. Viele Einwohner fragen sich auch dort, wann der Ausbau starte, so Maik Triebsch, der Projektgebiets-Beauftragte für Lützow-Lübstorf. 

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erstellt am 15.Jul.2017 | 05:00 Uhr

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