Gadebusch : Innehalten und Lauschen

„Der Lebendige Adventskalender“ der Kirchgemeinde Gadebusch ist an den Tagen bis zum Heiligabend unterwegs . Fotos: Manila Klafack
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„Der Lebendige Adventskalender“ der Kirchgemeinde Gadebusch ist an den Tagen bis zum Heiligabend unterwegs . Fotos: Manila Klafack

„Lebendiger Adventskalender“ der Kirchgemeinde Gadebusch: Chormusik in der Gadebuscher Buchhandlung

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22. Dezember 2014, 00:45 Uhr

Kirchliche Weihnachtslieder nicht von der CD, sondern von einem kleinen Chor anlässlich der Aktion „Lebendiger Adventskalender“ der Kirchgemeinde Gadebusch, konnten die Besucher der Buchhandlung Schnürl und Müller in Gadebusch am Samstag erleben. Inmitten von Büchern, Kalendern und Postkarten entstand um einen kleinen Tisch mit Tee, Kaffee und Lebkuchen eine Oase der weihnachtlichen Besinnlichkeit. Eine Stunde lang sangen die fünf Kirchgemeindemitglieder. Zwischendurch las Pastorin Ariane Baier kleine Geschichten rund um die Geburt von Jesus Christus. Manch ein Kunde der Buchhandlung, der sich trotz Hagel, Schnee, Blitz und Donner für einen Einkaufsbummel vor die Tür wagte, wünschte sich ein Weihnachtslied und sang mit. Dr. Wolfgang Thiess etwa ließ sich nicht lange bitten, nahm Platz auf dem Stuhl und fügte sich harmonisch in den Chor ein.

„Einmal innezuhalten während der Adventszeit – das wünschen wir uns mit dem Singen und Lesen für unsere Zuhörer“, sagt Annette Burmeister, Kantorin der Kirchgemeinde. „Die Zeit vor Weihnachten ist oftmals nicht allein eine stressige Zeit, sondern für viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen auch eine traurige und ernste Zeit“, so Anette Burmeister. Das Zusammenkommen und gemeinsame Warten auf das Weihnachtsfest mit Musik und Geschichten sei ein kleiner Trost.

Der Adventskalender der Kirchgemeinde hat wie jeder klassische Adventskalender 24 Türchen. Dahinter verbergen sich öffentliche Auftritte wie in der Buchhandlung aber auch die Gottesdienste in der Gadebuscher Kirche oder der Weihnachtsmarkt am 2. Adventswochenende in Groß Salitz bzw. ein Treffen bei Familien.

Für Kerstin Schnürl, Inhaberin der Buchhandlung, lief der Arbeitsalltag mit ihren singenden Gästen beinahe wie immer. Beinahe, denn die Kunden schauten beim Betreten des Geschäfts zunächst etwas verdutzt, und bei allen Telefonaten, die sie während des kleinen Auftritts führte, wurde sie auf ihre weihnachtliche Hintergrundmusik angesprochen. Und auch wenn sich nicht alle Kunden der Buchhandlung auf das Mitsingen einlassen konnten oder wollten, gab die Vorstellung dem weihnachtlichen Einkauf doch einen besonderen Rahmen. 

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