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Paragrafen: Keine Werbung an B104 : Indien-Bus und Wohnwagen verbannt

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Ein für Werbezwecke vorgesehener Bus aus Indien ist aus Gadebusch verbannt worden. Der Konkurs-Handel beugte sich einer Behörden-Vorgabe und ließ den Bus mit einem Tieflader abtransportieren.

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2012 | 10:55 Uhr

Gadebusch | Ein für Werbezwecke vorgesehener Bus aus Indien ist aus Gadebusch verbannt worden. Der Konkurs-Handel beugte sich einer Behörden-Vorgabe und ließ den Bus mit einem Tieflader abtransportieren. "Das Fahrzeug ist jetzt in Rampe und soll dort an einen Liebhaber verkauft werden", sagte gestern Heike Steinfeldt vom Konkurshandel. Nach SVZ-Informationen waren dem Unternehmen Zahlungen in Höhe von mehreren tausend Euro angedroht worden, wenn es den Werbe-Bus an dem Standort an der B104 belassen hätte.

Die Verbannung des Indien-Busses ist inzwischen das Gesprächsthema bei Kunden des Gadebuscher Unternehmens und sorgt für Spekulationen. "Weil der Bus weg ist, vermuten einige Kunden, dass wir geschlossen hätten. Der Geschäftsbetrieb läuft aber ganz normal weiter - auch ohne Bus", sagte gestern Heike Steinfeldt.

Der aus Indien importierte und zum Kassenhäuschen umgebaute Bus hatte einst Zuschauer der Akrobatikshow "India" willkommen geheißen. Die Macher der Revue mussten 2010 Insolvenz anmelden. Nach Gadebusch kam das Fahrzeug im November 2011 nach einem Insolvenzverkauf in Boddin.

In der Nähe des Indien-Busses hatte sich bislang auch ein Wohnwagen für Werbezwecke befunden. Auch dieses Gefährt war Behördenmitarbeitern ein Dorn im Auge und musste verschwinden. Ansonsten hätten ebenfalls Geldzahlungen von mehreren tausend Euro gedroht, berichtete gestern der Gadebuscher Unternehmer Ulf Bartel. Er hatte mit dem Wagen Werbung für die Gadebuscher Partyoase "Kreml" gemacht.

Ähnlich wie in Bartels Fall könnte es beim Bus aus Indien gewesen sein. So zeigte eine Landesbehörde den Werbebus bei einer Kreis-Behörde an. Diese musste nach Angaben einer Landrats-Sprecherin tätig werden. Ergebnis der Überprüfung: Das Gadebuscher Unternehmen verstieß gegen die Landesbauordnung, weil keine Genehmigung für das Aufstellen einer solchen Werbeanlage vorlag. "Wenn das Unternehmen jetzt den Bus aber wieder hinstellen möchte, könnte das genehmigt werden, da er an der Stätte der Leistung stehen würde", sagte Monika Mahlke vom Kreis Nordwestmecklenburg.

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