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Auszeichnung : In Stöllnitz zwitschern die Schwalben

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Nabu zeichnet Landfrauen und Dorfgemeinschaft für Schutz von Singvögeln aus

von
erstellt am 16.Sep.2014 | 23:23 Uhr

Der Ort Stöllnitz ist ein schwalbenfreundliches Dorf. Davon ist der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) überzeugt. Allein am Gemeinschaftshaus brüteten sieben Mehlschwalben-Pärchen. Naturschutzreferent Ulf Bähker überreichte den Landfrauen die Auszeichnung in Form einer Plakette mit Schriftzug und Zeichnung. „Hier ist leben am Haus, die Schwalben werden geduldet“, so Bähker. Das sei heutzutage nicht selbstverständlich. Grundsätzlich achten Menschen die Tiere, wenn allerdings die Mehlschwalben an der Hauswand ihr Nest bauen, hinterlassen sie durchaus ein wenig Dreck. Vogelkot, den nicht alle Menschen gern vor ihrer Haustür haben wollen. Die Landfrauen aus Stöllnitz bleiben in solch Situationen gelassen, setzen lieber auf ein Miteinander von Mensch und Natur. „Hier wird kurzerhand die Treppe gesäubert“, sagt Heidrun Rickert. Als Belohnung gibt es ein Vogelkonzert mit fröhlichem Gezwitscher. Einfach toll, meint Karin Schrieber: „Wir sind vor sieben Jahren u. a. wegen der Natur ins Dorf gezogen. Jedes Jahr schaue ich im April auch nach den Störchen.“

Rickert, Schrieber und weiteren Vertreterinnen der Landfrauen nahmen die Auszeichnung entgegen. „Mit dieser Plakette können wir auf den Schwalbenschutz aufmerksam machen. Zum Dorf gehörten nun einmal die Landwirtschaft und Tiere wie Schwalben und Störche. Beide Vogelarten sind in Stöllnitz beheimatet.

„Auf die Aktion des Nabu wurden wir bei einer Exkursion der Milcherzeugergemeinschaft aufmerksam. Gleichzeitig wollten wir eine Aktion mit dem Nabu besprechen“, so Heidrun Rickert. Initiativen wie diese schätzt Ulf Bähker: „Die Schwalbenaktion läuft seit 2007. Insgesamt überreichte wir bislang 860 Plaketten in MV.“

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