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Filmstadt Gadebusch : In Polen sind noch Herzen frei

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

WDR lässt in Gadebusch hochkarätig besetzte Komödie drehen. Betriebsleiter des Historischen Bahnhofs sind in einer Nebenrolle zu sehen

svz.de von
erstellt am 09.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Zwei Freunde sind auf der Suche nach der Frau ihres Lebens. Weil die Mittvierziger mit ihrem Vorhaben seit Jahren irgendwie nicht so wirklich vorankommen, soll eine Partnervermittlung helfen. Die heißt „Eurolove“, kümmert sich fortan um das Liebesglück der beiden Ungeküssten und schickt diese auf Brautschau ins benachbarte Polen. Was als eine Reise ins Liebesglück beginnt, endet später als Fiasko. – Gibt’s doch gar nicht? Doch. Im wahren Leben. Im Film. Und in Gadebusch. Dort fanden gestern Dreharbeiten zu einem neuen WDR-Fernsehfilm statt. Arbeitstitel aktuell: „Arme Ritter“. Arbeitstitel früher: „In Polen sind noch Herzen frei“.

Schauplatz Salonschlafwagen: „Ganz schön eng hier“, sagt Lars Jessen. Dennoch macht es sich der Regisseur der Komödie in einem der Abteile des früheren DDR-Regierungszuges gemütlich und wartet entspannt auf den Drehbeginn. Die Filmcrew schreibt Tag elf der Dreharbeiten. Bergfest, denn nach 22 Tagen müssen alle Szenen abgedreht sein. Von ausgelassener Bergfeststimmung indes keine Spur. Genauso wenig wie von zwei der vier Hauptdarsteller. Buchautor und Entertainer Heinz Strunk ist gemeinsam mit Tatort-Star Friederike Kempter in der Münzstadt. Und beide Schauspieler sind so angespannt und auf ihre Rolle fixiert, dass für Gespräche nebenher oder aber Fotowünsche am Rand der Dreharbeiten in der Enge des außergewöhnlichen Drehortes keine Zeit bleibt.

Enormer technischer Aufwand war notwendig, um die Filmszenen im Inneren des Salonschlafwagens ins rechte Licht zu setzen.
Enormer technischer Aufwand war notwendig, um die Filmszenen im Inneren des Salonschlafwagens ins rechte Licht zu setzen. Foto: Holger Glaner
 

„Wir haben lange nach einem passenden Schlafwagen gesucht. Aber nichts Normales, kein Nullachtfünfzehn, sondern etwas mit besonderem Charme. Und hier haben wir das Beste gefunden“, sagt der Hamburger Jessen, selbst großer Eisenbahnfan. Der Bahnhof und der Wagen, all das strahle eine besondere Romantik aus, sei liebevoll gemacht, einfach traumhaft. Ein Zuhause für einen Tag.

Einer, der hier täglich sein Geld verdienen darf, ist Martin Burtzlaff. Und doch wird dem Betriebsleiter des Historischen Bahnhofs dieser Tag in besonderer Erinnerung bleiben. Denn eine Nebenrolle in einer Fernsehproduktion bekommt man ja nun auch nicht alle Tage. Und wie wars? Schön, besonders aufregend sei es hingegen nicht gewesen. Irgendwie witzig aber wohl doch. „Ich spiele ja einen Schlafwagenkellner, der den Reisenden im Abteil Bier servieren soll. Beim dritten Versuch habe ich dummerweise ein Glas umgekippt“, so der Nachwuchsschauspieler.

Nebenrolle als Kellner: Martin Burtzlaff.
Nebenrolle als Kellner: Martin Burtzlaff. Foto: Holger Glaner
 

Neben den bereits erwähnten Friederike Kempter und Heinz Strunk besetzen übrigens Charlie Hübner („Polizeiruf 110“, „Bornholmer Straße“) und Peter Heinrich Brix („Neues aus Büttenwarder“) die weiteren Hauptrollen. Der Sendetermin für den Mittwochsfilm im Ersten ist noch nicht bekannt. Produktionsleiterin Andrea Bockelmann: „Ich hoffe aber, dass der Film noch im Herbst dieses Jahres ausgestrahlt wird.“

 

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