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Viel Spass und viel Kreativität : In Pokrent ist die Badewanne los

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Teilnehmerrekord bei der 18. Regatta – insgesamt 15 selbst gebaute Boote gingen am Dorfteich an den Start

svz.de von
erstellt am 18.Aug.2014 | 07:30 Uhr

Platsch hat es im Dorfteich von Pokrent am vergangenen Wochenende gleich mehrfach gemacht. Bei der 18. Badewannenregatta der Gemeinde endete für den ein oder anderen Teilnehmer der Wettkampf in dem kleinen Tümpel. „Das ist nicht so schlimm, der Spaß ist das Wichtigste und davon haben wir an diesem Tag eine ganze Menge“, sagte der zwölfjährige Oskar Setzekorn.

Der Gadebuscher Junge war bereits zum achten Mal mit einem Boot am Start. „Früher habe ich mit meinem Papa daran teilgenommen. Seit vier Jahren fahre ich alleine über den Teich“, sagte er stolz. Und sein Gefährt konnte sich sehen lassen: ein großer gelber Bagger. Darauf gekommen ist er wegen eines Liedes „Bodo mit dem Bagger“. „Die Bootsideen kommen immer durch Lieder. Papa und ich bauen die dann irgendwie zusammen.“ Mit seinem Tretboot holte er am Ende den ersten Platz bei den Kinderbooten.

Fantasievoll waren die selbst gebauten Flöße und Boote bei der sprichwörtlichen Badewanne immer: „Es ist unglaublich, was sich die Leute immer einfallen lassen, das gibt uns ein gutes Gefühl“, stellte Organisatorin Bärbel Krüger von der Frauensportgruppe Pokrent stolz fest. In diesem Jahr gab es die meisten Anmeldungen – 15 an der Zahl, darunter neun Boote bei den Erwachsenen und sechs bei den Kindern.

Für die Kleinen gab es darüber hinaus eine Hüpfburg, Kinderkarussell, Ponyreiten und ein Water-Ball-Becken. Wer sich nicht aufs Wasser traute, konnte auch eine Kutschfahrt machen oder einfach das Schauspiel am Rand des Dorfteiches genießen. „Für die Region ist das ein Riesenereignis, so etwas gibt es in der Gegend nicht noch mal. Und dass das meiste hier allein organisiert wird, ist wirklich toll“, resümierte Dorina Winkler aus Lützow. Mit dem „Chor ohne Namen“ trat sie in der Wettkampfpause auf.

Mit von der Partie beim Wettkampf unter den Älteren war der Bürgermeister von Pokrent, Stefan Janssen: „Die Badewannenregatta ist mittlerweile zu dem Ereignis in der Gemeinde geworden. Alle packen mit an.“ Neben der Frauensport-, der Line-Dance- und der gemischten Tanzgruppe halfen wieder die Traktorgruppe und die Freiwillige Feuerwehr Pokrent. „Das ist ein Muss für uns, beim Aufbau zu helfen und sogar selbst mitzumachen“, sagte Sebastian Wübken von der Traktorgruppe. Drei Tage Arbeit investierten sie in ihr Wassergefährt: einen Traktorreifen.

Insgesamt eine Woche arbeiteten Jennifer Blodau (20), Anne Meyer (19) und Pia Klaiber (19) an „ihrer Schokolade“. „Wir wussten schon vor zwei Jahren, dass wir irgendwann eine Tafel Schokolade bauen werden“, erklärte Jennifer Blodau lachend. Die drei Damen kennen sich bereits seit 17 Jahren und gingen zum achten Mal gemeinsam bei der Regatta an den Start. „Die Boote werden immer gemeinsam geplant. Wir mögen alle drei gerne Schokolade, also stand es für dieses Jahr fest“, so die Anne Meyer. Bei der schwimmenden Schoko-Tafel blieb es nicht, die Mädels verkleideten sich passend dazu – Jennifer Blodau stellte die Milka-Kuh, Anne Meyer den Lindthasen und Pia Klaiber die Sarotti-Figur dar.

Eine gute Figur machte ebenfalls Mainhart Guhl in seiner „Turbo Libelle“. Diese bestand aus einer alten Badewanne mit zusammengesteckten alten Abflussrohren, die die Paddel darstellten. „Das ist doch die Badewannenregatta und da wollte ich auch mit einer Badewanne antreten“, erklärte er lachend. Mit seinem Boot wurde Guhl zwar Letzter, aber Sympathiepunkte holte er bei den Zuschauern aufgrund seiner Kreativität. Unter tosendem Applaus schlug er mit seinem Paddel am Steg an.

Um den Spaß und die Gemeinschaft ging es bei der 18. Regatta und wie es sich nach einem Rennen gehört, bekamen die Sieger unter den Erwachsenen, Ole Bernnow und Niklas Geuting, eine Sektdusche von den Mitstreitern. Damit wurde zudem die Party eingeläutet und das Feiern ging bis in die frühen Morgenstunden.

 

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