DDR-Technik wird ausgemustert : In Klein und Groß Rünz gehen die neuen Laternen an

Dirk Groth mit einer modernen LED-Straßenlampe, wie sie  in einigen Amtsgemeinden bereits installiert ist.
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Dirk Groth mit einer modernen LED-Straßenlampe, wie sie in einigen Amtsgemeinden bereits installiert ist.

Durch den Einsatz moderner Technik will die Gemeinde Königsfeld ihren Stromverbrauch halbieren.

svz.de von
04. Dezember 2013, 05:00 Uhr

Advent, ein Lichtlein brennt – in der Gemeinde Königsfeld soll es nicht bei einem Licht, wie es Dirk Groth vom Bauamt Rehna präsentiert, bleiben. Vielmehr beabsichtigt die Kommune mit ihren Hauptorten Demern, Bülow und Groß Rünz, die komplette Straßenbeleuchtung von DDR-Technik auf moderne LED-Technik umzustellen. Ein schwergewichtiges Projekt: Die Kommune will 50 000 Euro investieren.

Die Weichen für die Investition hat die Gemeinde auf ihrer jüngsten Tagung gestellt. Im Mittelpunkt der neuen Aktivitäten steht der Ort Groß Rünz, wo „40 Straßenlampen aus DDR-Zeiten mit einem Verbrauch von mehr als 100 Watt je Lampenkopf zurückgebaut werden“, betont Groth. Die im Vergleich zur modernen Technik eher schwach leuchtenden Lampen, werden durch 27 LED-Laternen ersetzt. „Dann liegen wir bei einem Verbrauch von zirka 30 Watt je Lampe“, so Groth. Aufgrund der geringeren Dichte müsse allerdings niemand Angst vor dunklen Wegen haben, denn die sparsamere LED-Technik bringe schlichtweg mehr Leistung. Das zahle sich letztlich für die Gemeinde und die Bürger als Verkehrsteilnehmer aus. „Die Zahlen belegen dies. Moderne Straßenbeleuchtung haben wir in Othenstorf, Cronskamp, Rieps und Brützkow installiert. Allein in Othenstorf ließ sich der Verbrauch von 6900 Kilowattstunden auf heute 2800 Kilowattstunden im vierten Quartal senken“, sagt Dirk Groth. Eine Einsparung, die sich für die insgesamt klammen Kommunen rechne. Vor allem, da Kommunen wie Königsfeld in den Genuss einer Förderung kommen. Gemessen an der Gesamtinvestitionssumme reicht das Landesförderinstitut 25 000 Euro aus. „Die Ausschreibung läuft. Mitte Dezember erfolgt die Vergabe“, sagt Bernd Karnatz, Leiter vom Hauptamt Rehna.

Um- und aufgerüstet wird in der Ortslage Groß Rünz in der Rehnaer Straße und in der Carlower Straße mit jeweils sechs Leuchten. In der Schul- und Dorfstraße werden drei bis zehn Laternen installiert. In Klein Rünz gilt die Beleuchtungstechnik als intakt. Lediglich fünf Lampen in der Ringstraße werden durch LED-Technik ersetzt.

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