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Spektakel rund um den Groß Rünzer Teich : In der Schubkarre zum Meistertitel

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Mancher Besucher hätte sicher nichts gegen eine Erfrischung im Teich von Groß Rünz einzuwenden gehabt. Die Teams, die bei der Deutschen Meisterschaft im Schubkarrenrennen starteten, hatten hingegen ein anderes Ziel.

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erstellt am 28.Jul.2013 | 05:49 Uhr

Gross Rünz | Temperaturen von mehr als 30 Grad im Schatten, die Sonne brennt heiß auf das Gelände rund um den Teich von Groß Rünz - der eine oder andere Besucher hätte am Sonnabend mit Sicherheit nichts gegen eine Erfrischung im kühlen Nass einzuwenden gehabt. Die neun Teams, die bei der dritten Deutschen Meisterschaft im Schubkarrenrennen an den Start gingen, hatten hingegen nur ein Ziel: Den tückischen Steg ohne ein unfreiwilliges Bad und so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Am Ende machten Annmarie Sinke und Nico Augustin das Rennen: In 16,2 Sekunden sicherten sie sich den Titel des Deutschen Meisters im Schubkarrenrennen - und schafften es nach einem zweiten Platz im Jahr 2011 und Rang drei im vergangenen Jahr damit nun nach ganz oben. Den zweiten Platz belegten Christopher Kalkhorst und Mathias Regolin, der dritte Rang ging an Nino Schwarzburg und Stefan Kofahl.

Mit ihrer Bestzeit kratzten Sinke und Augustin dabei sogar am Unmöglichen: "In diesem Jahr wird es kein Team unter 15 Sekunden schaffen", hatte Mitorganisator Uwe Becker unmittelbar vor dem Rennen prophezeit. Denn der Steg hatte es in sich: Mit rund 45 Metern war er nicht nur fünf Meter länger als im Vorjahr, sondern forderte die Rennteilnehmer auch mit mehreren neuen Kurven und Schikanen heraus. Die Siegerzeit der letzten Meisterschaft, rund zehn Sekunden, war somit nicht zu schaffen."In den vergangenen Jahren konnte die Zieleinfahrt immer mit richtig Geschwindigkeit genommen werden. Jetzt haben wir eine Schikane eingebaut, so dass es schwierig geworden ist", sagte Becker. Und das bekamen die Teilnehmer zu spüren: Während die Einen zu schnell unterwegs waren und spätestens in der Mitte des Stegs ins Wasser plumpsten, schafften es die Anderen nur wenige Zentimeter hinter die Startlinie, bevor sie samt Equipment baden gingen - zur Freude von hunderten Zuschauern. "Die Reinfallquote ist in diesem Jahr definitiv höher", so Uwe Becker. Dazu könnte beigetragen haben, dass die Teams kaum trainieren konnten. "Wir haben das letzte Brett am Abend vorher eingesetzt, der Rest des Stegs stand bereits mehrere Wochen. So konnten sich die Pfähle richtig festsaugen. Als der Steg dann aber fertig war, haben sich die Teams über Facebook zum Training verabredet", so Becker.

Auch die Vize-Meister Christopher Kalkhorst und Mathias Regolin aus Klein Rünz hatten diese Möglichkeit genutzt. Ihre Strategie im Rennen: Körperbeherrschung. "Ich muss mich in der Schubkarre so steif wie möglich machen", so Regolin. Die Klein Rünzer sprechen aus Erfahrung: Zum wiederholten Male seien sie beim Schubkarrenrennen dabei, das eine 40-jährige Tradition hat. "Wir haben es immer aufs Podium geschafft", so Kalkhorst. Der Meistertitel allerdings fehlt ihnen auch weiterhin - weshalb die beiden mit Sicherheit bei der vierten Deutschen Meisterschaft im kommenden Jahr wieder angreifen werden. Nach der Siegerehrung ging die Party in Groß Rünz noch weiter: Beim Pokallauf unter Flutlicht und der Open Air Disco konnte bis in die Nacht gefeiert werden.

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