Umweltprojekt : In Dechow wurzelt nun die Zukunft

Sie packten an: Gerd Schriefer und Robert Paeplow vom Förderverein Biosphäre Schaalsee sowie Molkerei-Chef Peter Knopp (v.l.) .
1 von 4
Sie packten an: Gerd Schriefer und Robert Paeplow vom Förderverein Biosphäre Schaalsee sowie Molkerei-Chef Peter Knopp (v.l.) .

Ein Jahresbaumgarten ist neben der Gläsernen Molkerei gepflanzt. Noch werden Spender gesucht.

von
08. Dezember 2014, 00:42 Uhr

Manche von ihnen sind unscheinbare Außenseiter, manche aber auch sehr populäre Exemplare. Jedes Jahr wird ein neuer Baum gekürt, der sogenannte Baum des Jahres wird. Eine Tradition, die bereits 1989 begonnen hat. Eine lange Liste an Arten ist mittlerweile zusammengekommen. Sie alle zu behalten, gar nicht so einfach. Sie aber alle zu bestaunen, ist jetzt in Dechow möglich. Denn der Förderverein Biosphäre Schalsee e.V. hat einen neuen Anlauf genommen, um einen Jahresbaumgarten ins Leben zu rufen – quasi zu pflanzen.

2000 wurde die Idee bereits vom Verein aufgegriffen, doch das damals bepflanzte Areal ist nun nicht mehr öffentlich zugängig. „Mit der Gläsernen Molkerei in Dechow haben wir einen guten Partner gefunden, um so einen Jahresbaumgarten anzulegen“, erklärt Gerd Schriefer, Geschäftsführer des Vereins. Die Molkerei hat das Areal neben der Produktionsstätte zur Verfügung gestellt – 2,8 Hektar Grünland. Aber nicht nur das: „Die Molkerei kümmert sich auch um die Pflege, sie hat dafür ein Unternehmen beauftragt. Somit können wir hier nachhaltig etwas gemeinsam schaffen. Das ist eine gute Sache“, sagt Gerd Schriefer. Auch Molkerei-Geschäftsführer Peter Knopp freut sich über diese Zusammenarbeit: „Das sind positive Effekte für beide Seiten. Denn auch unsere Besucher bekommen demnächst noch mehr geboten. Und wer den Jahresbaumgarten besucht, kann sich bei uns auch noch weiter informieren oder nach dem Spaziergang im Café verweilen.“ Mitgetragen wird das Projekt von der Bürgerstiftung der Volks- und Raiffeisenbank eG Wismar und der Stiftung Unternehmen Wald aus Hamburg.

Bislang stehen nicht alle 27 Bäume. Das Gros wurde aber am Sonnabend gepflanzt – zahlreiche Vereinsmitglieder und auch die Geschäftsführer haben mitangepackt. Die restlichen Bäume folgen in dieser Woche. Und jedes Jahr im Herbst werde es dann einen Pflanztag für den stets neuen Baum des Jahres geben. „Einige Mitglieder haben Bäume gespendet, doch gänzlich durchfinanziert ist das Projekt nicht“, rührt Gerd Schriefer die Werbetrommel. Weitere Spender werden gesucht. Denn bei den Bäumen allein soll es nicht bleiben. Ein Erlebnisgarten ist geplant, mit Wanderwegen und Informationstafeln. Die Pläne stehen bereits.

Die Bäume des Jahres 1989 bis 2015

2015: Der Feld-Ahorn

2014: Die Trauben-Eiche 2013: Der Wild-Apfel
2012: Die Europäische Lärche
2011: Die Elsbeere
2010: Die Vogelkirsche
2009: Der Berg-Ahorn
2008: Die Walnuss
2007: Die Wald-Kiefer
2006: Die Schwarzpappel
2005: Die Rosskastanie
2004: Die Weißtanne
2003: Die Schwarz-Erle
2002: Der Wacholder

2001: Die Esche
2000: Die Sandbirke
1999: Die Silberweide
1998: Die Wildbirne
1997: Die Eberesche
1996: Die Hainbuche
1995: Der Spitzahorn
1994: Die Eibe
1993: Der Speierling
1992: Die Bergulme
1991: Die Sommerlinde
1990: Die Buche
1989: Die Stieleiche



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen