Premiere : In Carlow steppte der Bär

Ulrike Birke (l.) spielte die Tochter des Ritters.
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Ulrike Birke (l.) spielte die Tochter des Ritters.

Ritter, Gaukler, Hellseher feierten mit hunderten Besuchern die Einweihung der neuen Bühne

svz.de von
29. Mai 2017, 05:00 Uhr

Mit stehenden Ovationen haben am Wochenende hunderte Besucher die Premiere des Stückes „Ritter Carlow und die Revolution“ gefeiert. Es war zugleich eine doppelte Premiere. Denn erstmals nutzte das Stattliche Dorftheater Carlow die neue Bühne, die unmittelbar zuvor eingeweiht wurde.

Das Spektakel mit 20 Darstellern hatte nicht nur Einwohner der Gemeinde Carlow angelockt, sondern auch Gäste aus Rostock, Schwerin, Gadebusch, Grevesmühlen, Rieps, Dechow, Ratzeburg und weiteren Orten. Sie wollten miterleben, wie ein müde gewordener Ritter zu seinem vielleicht letzten großen Raubzug aufbricht und Mägde einen Putsch anzetteln. Dabei handelte es sich um die vierte Episode um den glorreichen Ritter Carlow, die Maren Winter aus Cronskamp geschrieben hat. Die musikalische Leitung lag in den Händen des Carlowers Klaus Bergmann.

Zur Bühneneinweihung und Premiere der musikalischen Komödie waren auch Gäste aus Carlows Partnergemeinden Krummesse in Schleswig-Holstein und Bonningues les Calais in Nordfrankreich angereist. Sie trafen sich am Wochenende zudem zum traditionellen Skat- und Belot-Spielen im Dorfgemeinschaftshaus Carlow.

Dass in diesem Jahr anlässlich des Partnerschaftstreffens die Bühne eingeweiht werden konnte, lag nach Angaben von Bürgermeister Norbert Baumann an der Unterstützung durch das Land MV, der Kirchgemeinde und des Kulturkreises Carlow. „Sonst wäre dieses Projekt nicht zustande gekommen“, so Baumann. Rund 60 000 Euro wurden investiert. Noch vor zwei Jahren hätten Darsteller auf aufgestapelten und verschraubten Holzpaletten stehen müssen.

Auf der nun eingeweihten Bühne wird es am Sonnabend, 1. Juli die nächste Aktion geben. Bei Rock an der Kirche spielen dann Bands der Region ein Benefizkonzert zugunsten von „Borderline europe – Menschenrechte ohne Grenzen“. Und am Sonntag, 2. Juli, lädt die Kirchgemeinde zum musikalischen Open-Air-Gottesdienst ein. Dann wird Pastorin Ulrike Kurzweg erneut auf der Bühne stehen. Anlässlich der Einweihung war sie in die Rolle einer Reinigungskraft geschlüpft, fegte auf der Bühne umher, philosophierte über Kult und Kultur und sagte schließlich vor hunderten Gästen: „Die Spiele mögen beginnen, meinen Segen habt ihr.“

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