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Fleissige Hände : In Brützkow werden Lampions selbst kreiert

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kinder stellten ihre Fantasie unter Beweis: Sie bastelten Feuerwehr- und Piratenlaternen

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2014 | 23:52 Uhr

Auch im Oktober denkt nachmittags um drei eigentlich niemand ans Laternelaufen. Die Brützkower schon. Während draußen feiner Nieselregen einen grauen Schleier über Häuser und Teich legt, klappern drinnen am langen Tisch in Heinz Carlssons schöner Scheune die Scheren. Der Geruch von Klebstoff mischt sich mit dem von Kaffee und Kuchen. „Zehn Kinder waren angemeldet, doppelt so viele sind gekommen.“ Die Eltern nicht mitgerechnet. Stefanie Hasselbrink schlüpft in ihre Jacke, um noch mehr Werkzeug für die fleißigen kleinen Hände zu holen. „Es fehlen ein paar Scheren, aber Vorlagen, Papier und Material sind genug da.“

Inzwischen ist bei den meisten Kindern die Entscheidung für ein Laternen-Motiv gefallen. Mika Harder (10) ist eigentlich kein Bastel-Fan. Aber für die komplizierte Piratenlaterne legt er sich ordentlich ins Zeug. „Hier gibt es ja keine Note dafür.“ Das fördert die Motivation. Ganz ohne mütterliche Assistenz geht es aber dann doch nicht.

Auch drei Männer stehen in der Bastelwerkstatt, sonst eine reine Frauendomäne. Einer von ihnen ist Forstwirt Thomas Wössner, der seine Töchter Emma und Friderike unterstützt: „Ich mache das wirklich gern.“

Abmalen, schnippeln, kleben: „Der Spaß steht im Vordergrund und dass wir was für die Kinder machen.“ Anja Bosecke ist immer mit dabei, wenn es um das Organisieren von Dorfaktivitäten geht. Tochter Sarah hat sich für die Mäuse-Version entschieden. „Der Kopf ist schon fertig.“ Kurz darauf auch der Bauch.
Eulen, Fledermäuse, Kürbisse, Blumen, sogar Feuerwehr und Meerjungfrau sollen die Kinder später, wenn es draußen dunkel ist, beim Laternenumzug begleiten. „Gekaufte Laternen sieht man bei uns immer weniger, die meisten basteln lieber selbst“, sagt Stefanie Hasselbrink und legt Materialnachschub auf den Tisch. Fetzen von Transparentpapier und Schnippelreste von Bastelkarton haben darauf inzwischen eine bunte Tischdecke gebildet. „Wir haben extra einen frühen Termin gewählt, damit sich die Kinder nicht hetzen müssen.

Paul Bosecke (8) ist Feuerwehr-Fan. „Ich will mal Feuerwehrmann werden.“ Seine Feuerwehrlaterne muss nur noch zusammengeklebt werden. „Da kommt eine echte Kerze rein.“ Schließlich gehört Feuer zur Wehr. Die meisten Kinder wollen keine künstliche Beleuchtung. „Mit einer echten Kerze läuft man viel bewusster, das merken schon die Kinder“, findet Anja Bosecke. Als es an das Zusammenfügen geht, übernehmen immer mehr Eltern die Abschlussarbeiten während sich ihre Kinder mit Schokomuffins stärken, bevor sie ihre neuen Laternen durch die Dunkelheit tragen.




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