Gross Rünz : In 14 Sekunden zum Meistertitel

Die Siegesfahrt: In 14,87 Sekunden meisterten Christopher Kalkhorst und Matthias Regolin (r.) die 35 Meter lange Renndistanz über den Kettpool. Sie wurden erstmals Deutscher Meister im Schubkarrenrennen.  Fotos: Michael Schmidt
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Die Siegesfahrt: In 14,87 Sekunden meisterten Christopher Kalkhorst und Matthias Regolin (r.) die 35 Meter lange Renndistanz über den Kettpool. Sie wurden erstmals Deutscher Meister im Schubkarrenrennen. Fotos: Michael Schmidt

Christopher Kalkhorst und Matthias Regolin sind Deutschlands schnellste Schubkarrenfahrer

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26. Juli 2015, 20:50 Uhr

Mit einer Topzeit haben die beiden Klein Rünzer Christopher Kalkhorst und Matthias Regolin die 5. Deutsche Meisterschaft im Schubkarrenrennen gewonnen. Die beiden Lokalmatadoren benötigten 14,87 Sekunden, um über einen 35 Meter langen und 20 Zentimeter schmalen Steg zu gelangen. Ihre beiden härtesten Konkurrenten Ede Knaus und Thomas Nickel aus Hamburg patzten, riskierten zu viel und landeten im Kettpool. Grund zur Freude hatten sie dennoch, da sie den so genannten Maack-Lauf (15,55 Sek.) und das Nachtrennen über den Dorfteich mit der Tagesbestzeit von 14,34 Sekunden für sich entscheiden konnten.

Insgesamt waren bei der 5. Deutschen Meisterschaft sieben Teams angetreten. Zwei davon fielen im Turnierverlauf aus – kein Wunder bei dieser durchaus anspruchsvollen Strecke mit scharfer Links- sowie S-Kurve und einer drei Meter langen Steigung im Zielbereich, kreiert von der Groß Rünzer Feuerwehr. „Erschwerend kam hinzu, dass der Steg aalglatt war. Ich dachte, dies hier ist ein Klacks. Aber das Gegenteil war der Fall“, sagte Mirko Geist vom Rehnaer Team „Puschkin“, das hinter den Erwartung zurück blieb.

Mehrere hunderte Zuschauer ließen sich die Meisterschaft in Groß Rünz nicht entgehen. „Sie sind die eingefleischten Fans, scheuten auch das zum Teil schlechte Wetter nicht“, lobte Bürgermeister Klaus Babbe. Das Gemeindeoberhaupt wollte ursprünglich auch an den Start mit dem Rehnaer Unternehmer Matthias Maack gehen. Doch das Kampfgericht monierte das Kampfgewicht der 1,91 bzw. 1,94 Meter großen Männer. Denn der Steg sei nur für Teams mit einem Gesamtgewicht von maximal 200 Kilo ausgelegt. Die genaue Kilozahl des Duos Babbe/Maack hielten die Wettkampfrichter aus Datenschutzgründen zwar unter Verschluss. Sie erklärten aber: „Die Beiden zusammen bringen es augenscheinlich auf mindestens 202 Kilo. Vielleicht bleiben sie im nächsten Jahr unter dem Gewichtslimit.“

Erstmals in der Geschichte der Deutschen Schubkarren-Meisterschaft musste das Rennen für etwa 45 Minuten unterbrochen werden. Heftige Regenschauer und starker Wind machten einen Start zeitweilig unmöglich. Wie geplant gingen hingegen der nächtliche Pokallauf und die anschließende Party am Dorfteich über die Bühne. Bis weit nach Mitternacht wurde gefeiert. 

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