Zwischen Roggendorf und Wismar : Immer mehr Fahrer unter Drogen

Erst vor einer Woche überschlug sich dieser Transporter bei Blüssen. Der Fahrer stand unter Alkoholeinfliuss. Ein erster Test hatte einen Wert von 1,18 Promille ergeben.
Erst vor einer Woche überschlug sich dieser Transporter bei Blüssen. Der Fahrer stand unter Alkoholeinfliuss. Ein erster Test hatte einen Wert von 1,18 Promille ergeben.

Seit Jahresbeginn registrierte die Polizei acht Unfälle mit rauschmittelbedingter Ursache

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04. März 2016, 06:00 Uhr

Auf den Straßen Nordwestmecklenburgs sind möglicherweise immer öfter Kraftfahrer unterwegs, die unter dem Einfluss von Rauschmitteln stehen. So verzeichnete die Polizeiinspektion Wismar seit Anfang dieses Jahres acht Unfälle, bei denen der Verdacht einer rauschmittelbedingten Unfallursache vorliegt. In fünf Fällen wurden die Fahrer dabei leicht bis schwer verletzt.

Die Fahrerinnen und Fahrer gefährden durch dieses Verhalten nicht nur sich selbst, sondern auch Andere. So schädigte beispielsweise ein 26-Jähriger am Valentinstag einen Hauseigentümer, als er mit seinem Fahrzeug in Sülsdorf von der Fahrbahn abkam und gegen dessen Gebäude fuhr (SVZ berichtete). Er hatte einen Atemalkoholwert von 2,07 Promille.

Zur Verhinderung bzw. Verringerung der Unfälle mit verletzten oder sogar getöteten Personen kontrolliert die Polizei immer wieder verstärkt zu den Hauptunfallursachen. Dazu zählt neben unangepasster Geschwindigkeit auch der Einfluss von alkoholischen oder anderen berauschenden Mitteln.

Bereits seit vergangenem Montag, den 22. Februar, stellten die Beamten der Polizeiinspektion Wismar insgesamt 19 Fahrerinnen und Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln fest. „Allein am 23. Februar reagierte bei sechs Fahrern und einer Fahrerin ein Vortest positiv. Zwei Fahrer wurden dabei unter dem Einfluss von THC festgestellt“, sagt Nancy Schönenberg von der Polizeiinspektion Wismar. Zwei weitere unter Drogeneinfluss stehende Fahrer stoppten die Beamten in Dassow. Zwei Drogenvorteste reagierten positiv auf Amphetamine bei einem Fahrer in Grevesmühlen und einer Fahrerin in Roggendorf. Zwischen Damshagen und Klütz musste ein 51-Jähriger seinen Audi stehen lassen, als die Beamten einen Atemalkoholwert von 1,22 Promille feststellten.

Am Montag, den 29. Februar, gelang es Polizisten aus Wismar bereits am Vormittag drei Fahrer in Wismar und Grevesmühlen zu stoppen. Der Drogenvortest reagierte positiv auf THC bzw. auf Kokain. „Auch zukünftig wird die Polizei schwerpunktmäßige Kontrollen durchführen um Fahrzeugführer weiter zu sensibilisieren und die schweren Unfälle weiter zu verringern“, kündigte Nancy Schönenberg von der Polizeiinspektion Wismar an.


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