Rehna : Im Zeichen von Käthe Kollwitz

Das Selbstportrait von Käthe Kollwitz übertrug Florian Lobitz Stück für Stück auf die große Pappkarton-Wand.   Fotos: Thomas Stengel
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Das Selbstportrait von Käthe Kollwitz übertrug Florian Lobitz Stück für Stück auf die große Pappkarton-Wand. Fotos: Thomas Stengel

Regionale Schule Rehna nutzt Projekttage, um die Namensgeberin an ihrem 70. Todestag zu ehren.

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11. April 2015, 00:05 Uhr

Mit Bleistiften haben die Schüler der Regionalen Schule in Rehna auf einer Wand aus kleinen Pappkartons große Buchstaben geschrieben. Nach und nach füllen sie die leeren Flächen mit knallbunten Farben, zeichnen Konturen und verzieren jeden Letter mit Lichtreflexen bis „Ich will wirken in dieser Zeit, in der die Menschen so ratlos und hilflos sind“ auf dem Schulflur zu lesen ist.

Der Spruch stammt von einer der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, die gleichzeitig der Rehnaer Schule ihren Namen gab – Käthe Kollwitz. „Seit dem 7. Oktober 1979 trägt unsere Schule den Namen von Käthe Kollwitz“, erzählt Schulleiter Eckhard Thun. Da sich am nächsten Mittwoch der 70. Todestag der Malerin jährt, haben die Schüler der 5. bis 9. Klasse zwei künstlerische Projekttage ganz im Zeichen von Käthe Kollwitz organisiert. Ziel war es dabei, plastisch auf die Namensgeberin in der Schule hinzuweisen.

Im Keller bauten Thomas Barsch und seine Schüler dafür Mobilés aus Sperrholz. Colorierte Portraits der Künstlerin, die sich meist in dunklen Tönen und sehr ernst darstellte, wurden auf Holzflächen geklebt und an dünnen Fäden gehängt. Sie zieren nun das Atrium der Schule und einen Teil der angrenzenden Grundschule.

An eine andere Wand der Regionalen Schule projizierten der Schulleiter und einige Schüler eine Deutschlandkarte und markierten darauf alle Straßen, Wege und Plätze, die nach Käthe Kollwitz benannt sind. „Käthe Kollwitz wird sehr häufig genannt. 77 Mal, um genau zu sein. Das ist beeindruckend und deshalb wollten wir das einmal veranschaulichen“, erklärt der 55-Jährige.

Gegenüber der Kollwitz-Karte wuchs eine weitere Wand aus 100 Kartons in die Höhe. Daran befestigt: Ein Selbstportrait der Malerin, aufgeteilt in 100 kleine Quadrate. Stück für Stück übertrug Florian Lobitz per Hand die Zeichnung ins übergroße Format. Später soll das Kunstwerk gerahmt werden, um dauerhaft die Schule zu zieren.

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