Öffentlicher Personennahverkehr : Im Mietbus durch den Nordwesten

Nicht wundern: Auf den Straßen Nordwestmecklenburgs sind neben Bussen der Nahbus Nordwestmecklenburg GmbH auch Fahrzeuge in den Farben anderer Unternehmen wie der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH im Einsatz.
Nicht wundern: Auf den Straßen Nordwestmecklenburgs sind neben Bussen der Nahbus Nordwestmecklenburg GmbH auch Fahrzeuge in den Farben anderer Unternehmen wie der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH im Einsatz.

Im neuen Nahverkehr zwischen Rehna, Gadebusch und Lützow sind auch Fahrzeuge anderer Unternehmen unterwegs

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31. Januar 2016, 23:58 Uhr

Seit knapp einem Monat rollt er nun, der neue öffentliche Personennahverkehr in Nordwestmecklenburg. Und während der eine oder andere Fahrgast sich noch an neue Linien, Fahrpläne und Ticketpreise gewöhnen muss, werden sich andere verwundert die Augen reiben, in was für einen Bus sie denn einsteigen. Denn neben den Fahrzeugen der Nahbus Nordwestmecklenburg GmbH sind auch Busse anderer Verkehrsunternehmen auf den Straßen zwischen Rehna, Gadebusch und Lützow unterwegs.

„Wir haben zum Anfang des neuen Jahres eine deutliche Erweiterung unserer Fahrleistungen begonnen. Da ist es nur logisch, dass wir auch mehr Fahrzeuge als vorher benötigen. Da unser ursprünglicher Fuhrpark nicht ausreichte, haben wir mehrere Fremdfahrzeuge angemietet“, erklärt Jörg Lettau.

Die Ursache für die fehlenden Fahreuge liegt nach Angaben des Nahbus-Geschäftsführers in der späten Verabschiedung des ÖPNV-Konzepts im Sommer vergangenen Jahres. Denn erst danach konnte die Ausschreibung zum Kauf neuer Busse europaweit ausgeschrieben werden. Ist der Auftrag erst einmal vergeben, sollen im Jahr 2017 insgesamt 14 neue Fahrzeuge angeschafft werden. Weitere sollen in den Folgejahren hinzukommen.

Nach Aussagen des Nahbus-Geschäftsführers sind neben den im Nordwesten bekannten grünen Fahrzeugen der BusBetriebe Wismar Regio/Stadt GmbH unter anderem auch 13 angemietete Busse der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH im Nordwesten unterwegs. Fahrzeuge jenes Unternehmens also, dessen Geschäftsführer seit Sommer vergangenen Jahres Stefan Lösel heißt. „Ich betrachte das als moderne Form der Nachbarschaftshilfe. Denn Nahbus hatte ja die Situation, dass sie in relativ kurzer Zeit viele zusätzliche Fahrzeuge benötigen. Im Aufsichtsrat haben wir dann beschlossen zu helfen“, so der neue VLP-Chef.

Eigentlich wollte das für den ÖPNV im Landkreis Ludwigslust-Parchim verantwortliche Unternehmen mehrere rund 15 Jahre alte Fahrzeuge verkaufen. Doch dann habe man sich entschlossen, diese für eine kleine Miete durch den Nordwesten rollen zu lassen.

Stefan Lösel als ehemaliger Herr über den Öffentlichen Personennahverkehr des Nordwestkreises zeichnet federführend für das neue Nahverkehrskonzept in seinem früheren Wirkungskreis verantwortlich und will ein solches jetzt auch in seinem neuen Tätigkeitsbereich einführen.

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