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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

16. August 2017 | 17:15 Uhr

Unterstützung : Im Einsatz für das Tierheim

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Fleißige Helfer bringen Grundstück und Gebäude auf Vordermann

Ira und Arnim Schulz haben an alles gedacht – sogar an einen Rasentraktor: Mit dem Gefährt auf dem Anhänger, mit Mähern, Gartengeräten und Schutzausrüstung, sind sie aus Ratzeburg zum Roggendorfer Tierheim gekommen – um beim Arbeitseinsatz, zu dem die Einrichtung aufgerufen hatte, zu helfen. Mit dabei: Hund Bo. „Wir haben Bo selbst über eine Tierschutzorganisation bekommen, er hat ein schlimmes Schicksal hinter sich. Hier zu helfen ist das Mindeste was man machen kann und bedeutet ja auch nicht viel Mühe“, erzählt Ira Schulz in einer kurzen Arbeitspause.

Mit einem schweren Wiesenmäher, den sie extra aus einem Baumarkt ausgeliehen haben, mäht sie die zugewucherten Wiesen- und Auslaufflächen, während ihr Mann auf dem Hof mit einer elektrischen Sense Unkraut und Gras beseitigt. „Hier helfen zu können ist uns all das auf jeden Fall wert“, sagt er.

Es ist eine Hilfe, auf die das Tierheim dringend angewiesen ist: Die Pflege von drei Hektar Grundstück, drei Gebäuden und rund 25 Zwingern ist für die Mitarbeiter des Tierheims neben ihrer alltäglichen Arbeit – der Versorgung von 35 Hunden und 45 Katzen – nicht zu leisten: „Wir mähen beispielsweise schon jeden Tag, aber wir kommen einfach nicht hinterher, weil das Gelände so groß ist“, sagt Tierheimleiterin Annette Herbing. Bei der Pflege von Beeten, dem Beschnitt von Hecken und Bäumen oder Reinigungsarbeiten in den Gebäuden bräuchten sie deshalb Unterstützung, weshalb das Tierheim drei- bis viermal im Jahr zum Arbeitseinsatz bittet. „Dieses Mal sind etwa 15 Helfer gekommen, das ist eine gute Zahl, und vor allem sind es richtig gute Leute“, freut sich Herbing.

Vor dem Katzenhaus knien Andrea Eggert und Christine Abraham auf dem Weg und bringen die Beete in Ordnung. „Das ganze Tierelend ist so groß“, sagt Andrea Eggert, die aus der Nähe von Mölln kommt, „und man kann einfach nichts tun. Man ist hilflos. Um doch etwas zu machen, und auch um den Frust beispielsweise über die Hundetötungen im Ostblock abzureagieren, bin ich hergekommen“, erzählt sie. Christine Abraham ist Mitglied im Tierschutzverein, die Arbeitseinsätze sind für sie Pflicht. „Man kann nicht bezahlen, alles machen zu lassen. Natürlich muss man da helfen“, sagt sie. Insbesondere, da die Situation schwieriger werde: „Es werden ja immer mehr Tiere ausgesetzt.“
Maleika Mlodoch und Arno Jeurissen sind aus Eckhorst bei Lübeck gekommen, um in Roggendorf zu helfen. „Ich bin sehr im Tierschutz engagiert und versuche, Tierschutzvereine zu unterstützen. Und ich finde, Roggendorf hat diese Hilfe sehr nötig“, sagt Maleika Mlodoch. „Ich habe im Hauptgebäude geputzt und war mit Hunden Gassi“, berichtet sie.

Lebensgefährte Arno Jeurissen hat Böcke gebaut, um dann einen Unterschrank für das Terrarium der neuesten Tierheim-Bewohner zu bauen: Seit vergangener Woche gehören auch zwei Bartagamen zu den tierischen Bewohnern.

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erstellt am 24.Jun.2014 | 00:00 Uhr

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