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Neu Dragun : Illegale Feldzufahrt hat Nachspiel für Bauern

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gemeinde fordert Wiederherstellung der Straßenrandgestaltung. Zusammenkunft mit Landwirten und Verwaltung geplant

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2016 | 05:00 Uhr

Der Streit um die von Milchviehhalter Jacob Poortinga illegal angelegten Feldzufahrten (SVZ berichtete) geht weiter. Nach ihrer Rückkehr machte sich Bürgermeisterin Sabine Schirrmeister selbst ein Bild von der Situation.

„Nachdem ich mir das angeschaut und Rücksprache mit dem Amt gehalten habe, ist an Herrn Poortinga ein Schreiben ergangen“, berichtet das Gemeindeoberhaupt. Darin wird der Landwirt aufgefordert, den von ihm angerichteten Schaden zu beseitigen. Die Frist dafür reicht bis Freitag, 4. November. Sollte Poortinga dieser Aufforderung nicht Folge leisten, würde dies auf seine Kosten von der Gemeinde in Auftrag gegeben. „Wir versuchen alles, uns gütlich in dieser Sache zu einigen“, so Schirrmeister.

Und das obwohl der Milchbauer ein Wiederholungstäter ist: Bereits 2013 hatte er ein paar hundert Meter weiter sogar Straßenbegrenzungspfähle umgefahren, um über eine so illegal geschaffene Auffahrt auf sein Feld zu kommen. „Er behauptet ja immer, dass er vor der Sanierung der Kommunalstraße nach Neu Dragun vier Feldzufahrten gehabt hätte. Das ist aber nicht korrekt, auch diese waren nicht offiziell“, erklärt die Bürgermeisterin. In ihren Augen ist das auch kein Kavaliersdelikt. Nicht nur, dass dadurch der Straßenentwässerungsgraben und die Randbepflanzung zerstört würden. „Durch die Last der schweren Fahrzeuge brechen zum einen die Ränder der Fahrbahn. Zum anderen werden die Bankette zerstört, so dass Wasser unter die Straßendecke kommt und Frost sie dann schädigt“, meint Schirrmeister.

Nach Ansicht von Sabine Schirrmeister sollten sich Straßenverkehrsbehörde, Amtsverwaltung, Bürgermeister und Landwirte zusammensetzen, um über Regelungen bei der Benutzung der Straßen einschließlich Feldzufahrten zu reden. „Es kann nicht sein, dass jeder macht, was er will. Hier hat keiner etwas gegen die Landwirtschaft und die Landwirte, aber es muss ein Miteinander geben, mit entsprechenden Regeln“, sagt die Kommunalpolitikerin. Nicht zuletzt im Hinblick auf die zum Teil erheblichen Verschmutzungen der Fahrbahnen und die teils überdimensionierten Spurbreiten der Landwirtschaftsfahrzeuge.

Jacob Poortinga wollte sich dazu gegenüber SVZ nicht äußern.

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