Wismaraner wollen ihr Kennzeichen behalten : HWI soll Kreisreform überdauern

HWI soll bleiben: Auch nach der Kreisgebietsreform sollen Autos aus Wismar noch das Kennzeichen bekommen. Manja Nowitzki
HWI soll bleiben: Auch nach der Kreisgebietsreform sollen Autos aus Wismar noch das Kennzeichen bekommen. Manja Nowitzki

Ob nun kreisfrei oder nicht, das Kennzeichen HWI für Hansestadt Wismar soll auch nach der Kreisgebietsreform bleiben. Das hat die Bürgerschaft beschlossen und unterstützt damit die Initiative der Stadt.

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08. November 2010, 10:30 Uhr

Nordwestmecklenburg | "Das Kennzeichen hat einen hohen Identifikationswert", sagte Sabine Mönch-Kalina von der Für-Wismar-Fraktion. "Für die Stadt, für die Region und in Wismar für die hanseatische Tradition."

Kreisfreie Städte haben die Kennzeichen-Wahl

Das Verkehrsministerium des Landes hatte Anfang Oktober erklärt, dass die kreisfreien Städte Wismar, Stralsund, Neubrandenburg und Greifswald selber darüber entscheiden können, ob sie ihre Kfz-Kennzeichen nach der Gebietsreform behalten wollen oder den Namen des neuen Kreises übernehmen. Wismars Bürgermeister Thomas Beyer musste nicht lange überlegen. "Wir haben darum gebeten, dass wir unser Kennzeichen behalten wollen und gefragt, was wir dafür noch tun müssen", erklärte er auf der Sitzung. Zuvor habe er mit dem Landkreis gesprochen, ob es von dort Einwände gebe. In ungewohnter Einigkeit stimmte die Bürgerschaft dem Antrag der Für-Wismar-Fraktion zu. Im Landkreis Nordwestmecklenburg scheint der künftige Name des mit der Hansestadt vereinten Landkreises und damit auch die Frage nach dem Kennzeichen noch in weiter Ferne. In der Kreisverwaltung, so Sprecherin Petra Rappen, geht man derzeit davon aus, dass das Kennzeichen NWM erhalten bleibt. Eine Änderung wäre allerdings vorstellbar, wenn der neue Kreisname wesentlich vom jetzigen abweichen würde und die bisherige Buchstabenkombination damit sinnlos würde. Über den Namen des künftigen Landkreises entscheiden die Wismarer und Nordwestmecklenburger erst am 4. September 2011. Dann wird auch der Landtag gewählt sowie über Kreeistag und Landrat in Nordwestmecklenburg bestimmt. Für die Namenswahl des künftigen Landkreises wird es je einen Vorschlag aus der Wismarer Bürgerschaft und aus dem Kreistag Nordwestmecklenburgs geben.

Im Parlament der Hansestadt hatte der Marienkirchplatz erneut für Diskussionen gesorgt. Die Frage, ob die letzten Vierungssäulen des Kirchenschiffes freigelegt und aufgemauert werden sollen, erhitzte die Gemüter. Mitte der Woche legten CDU und SPD nach und warfen dem Präsidenten der Bürgerschaft, Gerd Zielenkiewitz, vor, nicht objektiv zu sein (SVZ berichtete). Die Sitzung am Donnerstag begann so wie sie in der vergangenen Woche beendet worden war - mit viel Diskussion. Mit einem Dringlichkeitsantrag wollten die Bürgerfraktion, FDP und Für-Wismar den Beschluss, die Säulen aufzumauern kippen. Andreas Eigendorf von der Bürgerfraktion äußerte die Befürchtung, die Stadtverwaltung könne in der Zwischenzeit Firmen mit der Baumaßnahme beauftragen.

Zwar stimmte am Ende die Mehrheit der Abgeordneten dafür, den Beschluss aufzuheben und die Säulen nicht aufzumauern. Allein es änderte nichts, denn dafür wäre eine sogenannte qualifizierte Mehrheit notwendig gewesen und dafür fehlte der Opposition eine Stimme. Der 15. und letzte Bauabschnitt an der Marienkirche kann beginnen.

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