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Lösung für stinkendes Ärgernis in Gadebusch : Hundetoiletten für die Münzstadt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Im Stadtgebiet sollen drei Klos für Bello & Co aufgestellt werden. Amt verhängte gegen Hundehalterin Geldstrafe in dreistelliger Höhe

von
erstellt am 01.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Nach unserem Beitrag „Hier stinkt es zum Himmel“ hat es zahlreiche Reaktionen von SVZ-Lesern gegeben. Ursula Ferner, selbst Hundehalterin, sieht die Problematik u.a. bei den Abfalleimern. „In der Altstadt finden sie alle 20 Meter einen Abfallbehälter. Sind sie auf der Rehnaer Straße, Jarmstorfer Straße unterwegs, findet sich nichts, wo Hundehalter die Kottüten entsorgen können.“ Sie sehe es als selbstverständlich an, die Hinterlassenschaften des Vierbeiners zu beseitigen. Allerdings werde das ohne Abfalleimer schwierig: „Wer möchte schon mit den Kotbeuteln Spazieren gehen?“ Verbote allein seien nicht hilfreich. Alternativen fehlten. Dies betreffe auch die Auslaufmöglichkeiten für Hunde, die es aus ihrer Sicht im Stadgebiet nicht gebe.

Die Hundekot-Situation könnte sich künftig in der Stadt ein wenig verbessern. So kündigt das Amt Gadebusch an, dass zeitnah drei Hundetoiletten inklusive Tütenspender im Stadtgebiet aufgebaut werden sollen. Den Weg dafür machte die Stadtvertretung bereits frei. Drei Standorte kommen in Frage: die Jarmstorfer Straße im Bereich des dortigen Teiches, der Amtsbauhof in Höhe der Treppe zum DRK und der Spielplatz Güstower Weg. Darüber hinaus sind im Bürgerbüro kostenlos Hundekottüten erhältlich.

Eigentlich sind in der Stadt alle Hundehalter darüber schriftlich belehrt worden, die tierischen Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu beseitigen. Wer dagegen verstößt und erstmals erwischt wird, muss mit einer Verwarnung rechnen. Wenn das nicht hilft, bittet das Amt beratungsresistente Hundehalter zur Kasse. In einem Fall wurde bereits eine Geldstrafe im dreistelligen Bereich verhängt.

Für Aufsehen und Diskussionsstoff hatte zu Wochenbeginn die Situation in der Ringstraße gesorgt. Auf einem Abschnitt von etwa 30 Metern waren dort rund 60 tierische Hinterlassenschaften in unmittelbarer Nähe zu einem Gehweg zu finden. Der Gartenbesitzer Björn Hildebrandt markierte sie mit biologisch abbaubarer Farbe, damit Fußgänger nicht aus Versehen in diese stinkenden Haufen treten. Darüber hinaus zimmerte er aus Holz zwei Hundekottütenspender und rammte sie in der Ringstraße in die Erde.

Als Hunde-Hasser will sich der 40-jährige Gadebuscher nicht verstanden wissen. „Die Hunde können nichts dafür, wenn Frauchen oder Herrchen die tierischen Hinterlassenschaften nicht entfernen“, sagte Hildebrandt.

 

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