Einbrecher stehlen Werkzeug in Rehna : Hund betäubt, Werkstatt ausgeräumt

<fettakgl>Uwe Wroblewski an der Ausfahrt</fettakgl>: Die Täter hebelten das Tor  auf und  und fuhren mit dem beladenen Transporter  aus dem  linken Hallenanbau  und dann vom Hof. Kurz darauf wurden sie vom Schneeräumdienst  gesehen.<fotos>volker bohlmann</fotos>
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Uwe Wroblewski an der Ausfahrt: Die Täter hebelten das Tor auf und und fuhren mit dem beladenen Transporter aus dem linken Hallenanbau und dann vom Hof. Kurz darauf wurden sie vom Schneeräumdienst gesehen.volker bohlmann

Eine Gruppe von Einbrechern hat hochwertiges Werkzeug aus den Hallen des Metallbauers Wroblewski in Rehna gestohlen. Schaden: etwa 50 000 Euro. Die Täter fuhren mit einem Firmenwagen vom Hof.

svz.de von
15. Januar 2013, 06:44 Uhr

Rehna | Sie verhielten sich wie die Männer von der Frühschicht, aber statt zu arbeiten, raubte eine Gruppe von Einbrechern hochwertiges Werkzeug aus den Hallen des Metallbauers Wroblewski in Rehna. In der Nacht von Montag auf Dienstag verschafften sich die unbekannten Täter gewaltsam Zutritt in die Produktionsräume. Nach ersten Erkenntnissen und Meldungen der Polizei entwendeten sie Werkzeuge im Wert von wohl mehr als 50 000 Euro. Die Polizei geht zur Stunde von drei Tätern aus.

Uwe Wroblewski, Geschäftsführer und Inhaber des anerkannten Unternehmens, kann es auch am Nachmittag noch gar nicht s richtig realisieren, was auf dem Gelände des Familienunternehms passiert ist: "Ich kam wie jedem Morgen gegen 6.00 Uhr aufs Betriebsgelände, öffnete die Türen und schaltete die Heißlüfter ein. Dann wunderte ich mich, warum das Fahrzeug, unser türkisfarbener Iveco-Transporter, nicht in der Halle steht."

Es dämmert und allmählich kristallisiert sich heraus, dass in den Stunden zuvor unliebsame Besucher ihr "Handwerk" in den Produktionshallen verrichteten. Sie ließen ein Metall-Aktiv-Schweißgerät im Wert von zirka 10 000 Euro mitgehen, sortierten die Werkzeugkoffer und entwendeten Winkelschleifer und Sägen sowie Bohrschrauber. "Sämtliche Werkzeuge wurden vermutlich auf unser in der Halle parkendes Firmenfahrzeug geladen", sagt Wroblewski.

Der Raubzug dauerte vermutlich eine Stunde an. So lassen sich die Hinweise deuten. Nachbarn berichten, wie der Hund gegen 3 Uhr anschlug. Das nur kurz, als wenn der aufmerksame Rottweiler ein über das Gelände huschendes Wildtier ausgemacht hatte. Aber diesmal handelte es sich vermutlich um die Täter. Wroblewski geht davon aus, dass sie das Tier vorübergehend außer Gefecht setzten. "Anschließend sind sie aus Richtung Bülow über den Zaun aufs Gelände gestiegen und errichten zwischen der Halle und der Grundstücksabgrenzung einen provisorischen Drahtzaun, damit der Hund sie nicht stört", so der 47-jährige Firmenchef. Er geht weiterhin davon aus, dass die Täter anschließend die Tür des Hallenanbaus aufhebelten, die Werkstatt durchsuchten und den Iveco mit dem Diebesgut beladen haben. Zirka eine Stunde nach dem Anschlagen des Hundes, rollte das Firmenfahrzeug aus der Halle und durch die ebenfalls aufgehebelte Toreinfahrt an der Bülower Straß in Richtung Bülow. Diese zeitliche Rekonstruktion gelingt, da Mitarbeiter eines Schneeräumdienstes gegen 4 Uhr das Wroblewski-Firmenfahrzeug in Höhe des ehemaligen Lokschuppens gesehen haben sollen. Seither fehlt vom Sprinter und den Tätern jede Spur.

Kriminaltechniker der Polizei sicherten die Spuren in dem wohl bislang größten Fall eines Einbruchsdiebstahls. In den Werkhallen des Metallbauers blieben zumindest am gestrigen Dienstag die Lichter aus. Heute werde sein zwölfköpfiges Team die Arbeit mit den verbliebenen Maschinen wieder aufnehmen. "Fehlendes Werkzeuge müssen wir uns borgen bzw. neu beschaffen", sagt Wroblewski.

Bürger, die Hinweise auf die Täter, das Firmenfahrzeug (türkisfarbener Iveco mit Werbeschrift des Unternehmens Wroblewski) geben können, werden gebeten sich bei der Polizei in Gadebusch unter der Telefonnummer 03886−7220 zu melden.

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