Tierheim Roggendorf : Hühnerschar sucht neues Zuhause

Meike Jaworski mit dem gut erholten Federvieh, das zur vermitteln ist.
Meike Jaworski mit dem gut erholten Federvieh, das zur vermitteln ist.

Tierheim Roggendorf vermittelt nach Beschlagnahmung sieben Legehennen und zwei Hähne

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03. April 2017, 21:00 Uhr

„Ich wollt, ich wär’ ein Huhn, ich hätt’ nicht viel zu tun ...“ – ganz so beschaulich, wie die Comedian Harmonists es in ihrem Lied besingen, hatten es die aktuell im Tierheim Roggendorf betreuten sieben weiße Hennen und zwei Hähne nicht. „Die Hühnerschar mit ihren zwei männlichen Artgenossen stammen aus einer Beschlagnahmung Anfang März“, erzählt Tierheimleiterin Meike Jaworski. Die Tage davor waren für das Federvieh Stress pur. Aktuell suche man nach interessierten Tierhaltern, die die Hühner und Hähne übernehmen.

Dort wo eigentlich Hunde und Katzen sich vorübergehend heimisch fühlen, scharren nun die Haushühner. Kein Standardprogramm wie Jaworski deutlich macht, eher eine Hilfsaktion, die in Zusammenarbeit mit dem Kreisveterinäramt entstand. „In diesem Fall sind die Besitzer verzogen und ließen die Tiere auf dem Hof zurück. Die Nachbarn wunderten sich und meldeten den Vorfall dem Veterinäramt“, so Jaworkski weiter. Im Tierheim habe man die Schar wieder aufgepäppelt.

„Sie haben sich gut erholt und legen jeden Tag ein Ei“, sagt die Tierheimchefin. Es sei schön zu sehen, dass die Arbeit, wenn es ums Tierwohl gehe, von Erfolg gekrönt sei.

Ein weiterer Fall von Hühnerrettung ereignete sich im Zeitraum der Vogelgrippe. Mit den Vorgaben zur Stallhaltung war anscheinend ein Halter aus der Region Gadebusch/Rehna überfordert. „Niemand kümmerte sich um die Hühner als auch Kaninchen. Am 31. Dezember erfolgte über den Landkreis die Beschlagnahmung von einem Hahn und neun Hennen“, erzählt die engagierte Leiterin des Tierheimes.

Die „Italiener“ seien mittlerweile vermittelt. Eine Situation, zu der es nicht hätten kommen müssen. Jaworski: „Überforderung ist keine Entschuldigung.“ Sie sei froh, dass die Kooperation mit dem Kreisveterinäramt so gut funktioniere: „Das Tierwohl steht bei Haus- und Nutztieren im Vordergrund.“

Jaworskis Wunsch und der ihrer Mitarbeiter im Tierheim in Roggendorf ist es, dass die verbliebenen Hühner und zwei Hähne einen Halter finden, der sie möglichst frei laufen lässt.

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