Von Gadebusch in den Kongo : Hubert Metzger: Ein Leben für Hilfe im fernen Afrika

Hubert Metzger (r.) stellte seine Bilder zuletzt in der Gadebuscher Museumsanlage aus.
Hubert Metzger (r.) stellte seine Bilder zuletzt in der Gadebuscher Museumsanlage aus.

Der Gadebuscher Fotograf engagiert sich zusammen mit seiner Frau jetzt im Kongo

svz.de von
31. Mai 2017, 21:00 Uhr

Nur noch wenige Tage, dann macht sich der Gadebuscher Hubert Metzger auf in den afrikanischen Kongo. Nicht zum Urlaub, sondern als Entwicklungshelfer. Zusammen mit seiner dort ebenfalls wirkenden Frau Sabine Winkler hilft der 72-Jährige, eine bessere Ernährung der einheimischen Bevölkerung anzukurbeln.

„Wir haben das jetzt ein paar Jahre in Tansania gemacht. Das Projekt ist abgeschlossen und nun wartet im Kongo eine neue Aufgabe auf meine Frau und mich“, erzählt der Gadebuscher, der zugleich leidenschaftlich als Fotograf arbeitet und schon zu vergangenen DDR-Zeiten davon lebte. Initiiert von der Evangelischen Kirche Hamburg und dem Verein „Mission EineWelt“ bewarb sich Sabine Winkler bereits 2006 für ein Projekt in Tansania. Immer dabei: Hubert Metzger, der jeweils für einige Monate dort half und einen Teil des Jahres in Deutschland lebt. Seit 2011 in Gadebusch.

„Im Kongo haben wir eine Diozöse gefunden, die eng mit der Mecklenburgischen Kirche zusammenarbeitet. So haben wir auch hierher einen guten Draht“, erzählte der Gadebuscher. Auf etwa zwölf Hektar Land wurde Mais und die Hirse-Pflanze Amaranth angebaut. „Wir haben versucht, den Einheimischen beizubringen, wie man nachhaltig Pflanzen züchtet und eine bessere Ernährung mit einfachen Mitteln erreichen kann“, sagte Metzger. Seine Erlebnisse hat er natürlich in unzähligen Fotos festgehalten. Einige davon waren zuletzt in der Gadebuscher Museumsanlage zu sehen. „Die Bilder sind entstanden, während ich dort selbst aktiv war. Das bringt natürlich noch einmal eine ganz andere Seite zur Geltung“, erklärte der Fotograf.

Ob es aus dem Kongo auch Bilder zu sehen geben wird, lässt Hubert Metzger offen. „Meine Frau ist bereits Anfang April umgezogen, ich werde in wenigen Tagen hinunterfliegen. Erst vor Ort wird sich zeigen, was daraus wird“, so der 72-Jährige.

Als Projekt steht im Kongo der unabhängige Anbau von Feldfrüchten bevor. Auch hier soll die Bevölkerung lernen, sich selbst zu versorgen. „Es ist nicht ganz einfach, so etwas aufzubauen. Solange jemand da ist, der sich um die Sache kümmert und sagt, wie es gemacht werden muss, funktioniert es. Wenn man aber weg ist, zerfällt die Struktur auch sehr schnell wieder“, erklärte Hubert Metzger. Dennoch ist er der Meinung, dass auch dieses Projekt nachhaltig positiv gestaltet werden kann.

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