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„Hart am Wind“ in Gadebusch : Howest: Windkraft diskutieren

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Bürgermeister hofft auf viele Besucher bei der Informationsveranstaltung in der Münzstadt

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Windkraft? Nein danke! – Viele Gadebuscher als auch deren Stadtvertretung lehnen weitere Windenergieanlagen rund um Gadebusch ab. Am Donnerstag, 23. Februar, lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung unter dem Motto „Hart am Wind? – Die Zukunft und Akzeptanz der erneuerbaren Energien in Mecklenburg“ um 18 Uhr zum Windkraftgipfel in den Saal der Feuerwehr ein. SVZ-Redakteur Holger Glaner traf Bürgermeister Ulrich Howest vorab zum Interview.

Was erhoffen Sie sich von der Informationsveranstaltung?

Ulrich Howest: Zuerst einmal, dass möglichst viele Einwohner die Veranstaltung besuchen werden. Und dann hoffe ich, dass sie sowohl sachliche als auch in der Sache harte Fragen stellen werden. Immerhin ist ja auch unser Energieminister Christian Pegel als Gesprächspartner vor Ort.

Sie sind erklärter Gegner weiterer Windparks rund um Ihre Heimatstadt. Warum wehren Sie sich so vehement dagegen?

Die Dinger werden in der Nabe bis zu 230 Meter hoch sein. Die kann man von jedem x-beliebigen Punkt aus sehen. Da tun wir alles dafür, um unsere Stadt zu sanieren und zu verschönern. Und dann will man uns diese riesigen Anlagen vor die Tür setzen und all unsere diesbezüglichen Bemühungen damit wieder kaputt machen. Das kann so nicht gewollt sein. Da muss man sich doch fragen, wem das Ganze überhaupt etwas nützen soll.

Wer ist dies aus Ihrer Sicht?

Dass das Land Mecklenburg-Vorpommern Windkraft um jeden Preis fördern möchte, ist ja bekannt. Profitieren werden davon die Landeigentümer, auf deren Gelände die Windparks errichtet werden. Profitieren werden darüber hinaus natürlich die Betreiber der Anlagen. Verlierer hingegen sind ausschließlich unsere Bürger.

Glauben Sie, dass der Windkraftgipfel von Gadebusch die Pläne zur Errichtung neuer Windkraftanlagen rund um die Münzstadt durchkreuzen kann?

Ich hätte mir gewünscht, dass Herr Pegel erst nach dem Ende des ersten Beteiligungsverfahrens des Regionalen Planungsverbandes zu uns kommt. Dann hätte man konkrete Ergebnisse vorzuliegen gehabt und gewusst, worüber man eigentlich diskutiert.

Das hört sich so an, als ob am Donnerstag über ungelegte Eier diskutiert wird.

Ganz klar: Jein. Wir haben aber die Möglichkeit, unsere Bedenken einzubringen und Herrn Pegel mit auf den Weg zu geben, dass die Landesregierung hier bitte mal den Fuß vom Gas nimmt. Eine Güterabwägung über die Vor- und Nachteile dieser Anlagen für alle Beteiligten muss her. Darüber können wir am Donnerstag diskutieren. Deshalb möchte ich allen Gadebuschern – und zwar sowohl den Gegnern als auch Befürwortern neuer Windkraftanlagen vor unserer Haustür – dringlichst ans Herz legen, die Informationsveranstaltung am Donnerstag zu besuchen.

 

Die Zukunft der erneuerbaren Energien
„Hart am Wind? Die Zukunft der erneuerbaren Energien in Mecklenburg“, so lautet die Veranstaltung zum Thema Windkraft. Sie findet am Donnerstag, 23. Februar von 18 Uhr an im Saal der Feuerwehr statt. Daran nehmen teil: Frederic Werner von der Friedrich-Ebert-Stiftung, die SPD-Landtagsbageordnete Martina Tegtmeier, Energieminister Christian Pegel,  Landrätin Kerstin Weiss, der Energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Philipp da Cuna, Gunnar Wobig von der Landesenergie- und Klimaschutzagentur MV GmbH sowie der Vorsitzende des Regionalen Planungsverbandes Westmecklenburg, Rolf Christiansen.
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