Schloss Bernstorf wird gefördert : Hospiz gewinnt Projektförderung

Grund zur Freude: IT-Systemadministrator Björn Wallraf und Hospiz-Geschäftsführer Dr.Wolfgang Röhr bei der Finalveranstaltung in Berlin.
Grund zur Freude: IT-Systemadministrator Björn Wallraf und Hospiz-Geschäftsführer Dr.Wolfgang Röhr bei der Finalveranstaltung in Berlin.

700 000 Internet-Nutzer stimmten über Gewinner eines Wohtätigkeits-Wettbewerbs ab / 10 000 Euro für Projekt von Schloss Bernstorf

svz.de von
04. März 2016, 04:45 Uhr

Riesenjubel im Schloss Bernstorf. Das erste Hospiz Nordwestmecklenburgs hat im Rahmen des Wohltätigkeits-Wettbewerbs „Google Impact Challenge“ für Vereine und gemeinnützige Organisationen eine Projektförderung in Höhe von 10  000 Euro gewonnen. 2200 Teilnehmer hatten sich mit ihren Projekten um eine Förderung beworben, in ganz Deutschland haben 700 000 Internet-Nutzer ihre Stimme abgegeben. Darunter auch viele Leser der SVZ, nachdem wir am 20. Februar von dem Wettbewerb berichtet hatten.

„Das ist ein wunderbarer Erfolg. Wir danken an dieser Stelle auch allen Lesern der Schweriner Volkszeitung, die uns bei der Abstimmung im Internet mit ihrer Stimme unterstützt haben“, sagt Dr. Britta Borgwald. Die Verantwortlichen im Schloss Bernstorf wollen mit ihrem Projekt dank neuester digitaler Technik mehr Selbstbestimmung für die schwerstkranken Gäste des ersten Hospizes in Nordwestmecklenburg erreichen.

„Jetzt können wir für unsere Gäste eine innovative Lösung für motorische und kommunikative Herausforderungen realisieren“, so die Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit im Hospiz. Die oft schmerzhaften Bewegungen, um beispielsweise nur eine Fernbedienung zu halten, könnten durch das Einrichten digitaler Hilfsmittel wie Berührungsbildschirme oder aber digitaler Sprachmodule vermieden werden. Durch den Einsatz dieser Technik könnten die Gäste des Hauses künftig ohne fremde Hilfe kommunizieren oder die Funktionen verschiedener Geräte steuern. Denn die so genannten Touchscreens sind aufgrund ihrer großen Benutzeroberfläche besonders leicht zu bedienen. Und damit lässt sich dann ein kraftraubender und schmerzhafter Gang zur Heizung, zum Lichtschalter oder aber der Griff zum Telefonhörer für die in der Regel körperlich sehr geschwächten Bewohner des Hauses auf einfache Weise vermeiden. Bis das Geld in Bernstorf ankommt, werden noch zwei Monate ins Land gehen, die Planungen für dessen Umsetzung hingegen können nun bereits konkretisiert werden.

Vom 8. bis 24. Februar hatten Internetnutzer die Möglichkeit, online für die aus ihrer Sicht besten lokalen Projekte zu stimmen – die 100 Besten erhielten je 10  000 Euro Preisgeld. Neun sogenannte Leuchtturmprojekte erhielten jeweils 250  000 Euro Preisgeld, der Hauptgewinner sogar 500  000 Euro.

„Was wir in Deutschland brauchen – heute vielleicht sogar mehr als je zuvor – sind Bürger, die sich sozial engagieren“, sagte Bundesarbeits- und Sozialminsterin Andrea Nahles im Rahmen der Preisverleihung in Berlin. „Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Google Impact Challenge leisten einen sehr wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft, der in Zahlen kaum zu bemessen ist. Umso wichtiger ist es, dass Initiativen wie die Google Impact Challenge sie in ihrem Wirken unterstützen.“

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