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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 09:27 Uhr

Schule Lützow : Historische Bilder zum Geburtstag

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Vor 20 Jahren öffnete die neue Schule in Lützow. Lehrer, Schüler und Eltern feiern mit Kultur, Lichterlauf und Feuerwerk

von
erstellt am 14.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Brillenkette um den Hals, historische Akten unterm Arm – Ortschronist Walter Gaida gönnt sich, wenn es um Gesichte und Geschichten geht, keine Auszeit. Wenige Tage vor dem 20. Geburtstag der neuen Schule forscht er in alten Unterlagen und begibt sich auf die Suche nach Fakten über das Schulleben in und um Lützow.

„Wir arbeiten an einer Dokumentation über die Schule in Lützow“, sagt Schulleiterin Kristin Kalkhorst. Seit dreieinhalb Jahren führt sie das Haus. Das ist in der Historie der Bildungseinrichtung nur ein vergleichsweise kleines Zeitfenster. Sie blickt mit Zuversicht auf jene wie Gaida, die das Projekt unterstützen. Er kennt sich als ehemaliger Lehrer bestens aus: „Im Jahr 1790 gab es die erste Einrichtung im Ort. Sie befand sich am Schafstall in Richtung Klein Welzin.“ Mit der 1996 erbauten Schule erhielt Lützow im Laufe der Geschichte das fünfte Schulgebäude.

Folglich gibt es viel zu erzählen und Bilder von jenen, die u. a. die „Straße der Besten“ in den 1980er-Jahren zierten. „Das sind Schüler, die mit Auszeichnung bestanden“, sagt Susanne Schäkel. Die ehemalige Lehrerin unterstützt das Projekt Rückblende mit einstigen Kollegen wie Hannelore Groth , Brigitte Gaida und der heute noch aktiven Lehrerin Birgit Ditz.

Gemeinsam tragen sie Daten und Bilder zusammen. Darunter Portraits von Schülern, Kollegen, Gruppenbilder und Fotos von Aktionen. Diese zieren die Wandtafeln. „Die Bildtafeln sind Teil unseres Programms anlässlich 20 Jahre Schulneubau“, sagt Kalkhorst. Aber nur auf die Bilder schauen, das wäre eintönig. Wer von den ehemaligen Schülern das Fest besucht, der kann seinen Werdegang auf eine Memowand schreiben. Ein tolles Projekt, findet Walter Gaida und fügt hinzu: „Als junger Mensch bin ich hier, wo heute das Schulgebäude sich befindet, tagtäglich auf dem Acker arbeiten gewesen.“

Geackert hatten in der 20-jährigen Geschichte des Schulneubaus nicht wenige Kommunalvertreter. Grund: Die Errichtung des Hauses war umstritten, belastete mit mehreren Millionen Mark und Euro die kommunalen Haushalte und den des Schulverbandes erheblich, mussten Kinder ihre örtlichen Schulen verlassen und den weiten Weg nach Lützow auf sich nehmen.

Heute sind die Lützower über die Schule und deren Entwicklung froh: „Ohne Bildungseinrichtung hätte der Ort weniger Perspektiven gehabt“, meint Birgit Ditz, während Kristin Kalkhorst von einer stabilen Schülerzahl spricht: „Im Schnitt besuchen 300 Kinder die erste bis zehnte Klasse.“

Ob Eltern, Schüler, ehemalige Lehrer und aktive Pädagogen – gemeinsam darf von Donnerstag, den 22. September bis Sonnabend, den 24. September in Chroniken geblättert, sich ausgetauscht und gefeiert werden. Die Angebote reichen von Schulfest, Paarlauf, Festakt bis zum Tag der offenen Tür am Sonnabend. Am Freitag gibt es anlässlich der Feierlichkeiten und Aufbauarbeiten einen freien Schultag für die Klassenstufen fünf bis zehn, während die Grundschüler mit einer Schriftstellerlesung in den Tag starten und nicht wenige Jugendliche beim Aufbau und der Ausgestaltung mit anpacken.

 

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