Erntefeste : Hippies in Paetrow und Festumzug in Wedendorf

Als Blumenkinder verkleidet traten diese Herren um den Gitarristen Peter Ditz im voll besetzten Paetrower Festzelt auf. Sie ließen die Hippie-Zeit noch einmal aufleben.
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Als Blumenkinder verkleidet traten diese Herren um den Gitarristen Peter Ditz im voll besetzten Paetrower Festzelt auf. Sie ließen die Hippie-Zeit noch einmal aufleben.

Hunderte Einwohner waren in Feierlaune

svz.de von
06. September 2015, 23:37 Uhr

Trotz Regens und heftiger Windböen haben sich Einwohner der Gemeinden Veelböken und Wedendorfersee die gute Laune am Wochenende nicht vermiesen lassen. Sie feierten in Paetrow und Wedendorf ihre Erntefeste, die Einen mit, die Anderen ohne Festumzug.

Dass die traditionelle Tour durch die Gemeinde Veelböken ins Wasser fiel, lag an einer Straßensperrung. Das Organisationskomitee sagte daraufhin den Umzug ab. Bürgermeister Steffen Timm sprach von einer richtigen Entscheidung. „Denn es wäre wohl eine Wasserschlacht geworden, da es am Sonnabend einen heftigen Platzregen gab“, meinte Timm.

Nun soll der Festumzug 2016 umso spektakulärer werden. „Wir rufen daher schon jetzt alle Einwohner auf, sich im nächsten Jahr an dem Festumzug zu beteiligen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ein Motto wird nicht vorgegeben“, sagte Organisatorin Kerstin Wilm. Gleichzeitig dankte sie den zahlreichen Helfern und Unterstützern des diesjährigen Erntefestes. „Es herrschte wieder ein sehr großer Zusammenhalt. Denn viele Einwohner fühlen sich für das Gelingen des Festes verantwortlich“, so Kerstin Wilm.

Wie kreativ und engagiert die Einwohner der Gemeinde sein können, bewiesen beispielsweise die Herren der Paetrower Tanzgruppe. Sie legten als Bauern und Hippies eine flotte Sohle aufs Parkett und kamen im voll besetzten Festzelt um eine Zugabe nicht herum. Jede Menge Applaus gab es auch für die Tanzgruppen des Mädchentreffs, das Blasorchester der Stadt Gadebusch und das Gesangsduo Anne und Hannes. Darüber hinaus war ein Wettschießen mit der Gadebuscher Schützenzunft möglich. Und für die jüngsten Besucher gab es dank Doris Schenk zahlreiche Spiel- und Kreativangebote.

Abwechslungsreich ging es am Sonnabend auch in Wedendorf zu. Dort wartete man wegen des Regens zwar zunächst einige Minuten länger als sonst mit dem Start des Festumzugs. Doch dann wurde die wenige Tage zuvor gebundene Erntekrone auf den Traktoren-Anhänger geladen und befestigt. Mit Tabletts voller kleiner Becherchen ging es dann erst einmal zu allen Beteiligten und die konnten sich etwas „warm trinken“. Schließlich hatten die heftigen Schauer schon so manchen vorher bis auf die Unterwäsche durchnässt. „Da kann man auch schon mal den einen oder anderen mehr trinken bei dem Wetter. Die schmecken alle gut“, sagte Ulz Gülden, bevor es auf den Anhänger ging. Die Festumzugs-Route führte von Wedendorf über Kirch-Grambow nach Kasendorf und zurück. Es war spaßig genug, um die tolle Stimmung auch am Nachmittag auf den Festplatz zu übertragen.

Hier kümmerten sich die Organisatoren um Abwechslung für die mittlerweile hinzu gekommenen Gäste, die sich lieber bei Kaffee und Kuchen den Nachmittag vertreiben wollten, ein Tänzchen unter der Erntekrone wagten oder sich beim Spielmobil des Gadebuscher Freizeithauses beschäftigten.Am Abend wartete mit dem Helene-Fischer-Double Anni Perka noch einmal ein Höhepunkt auf die Gäste im Festzelt. Lieder von Beatrice Egli, Andrea Berg oder Helene Fischer trafen den Geschmack der Besucher, die bis nach Mitternacht feierten.

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