Windkraft : Hilferuf aus Stöllnitz: Jäger schaltet Landtag ein

Gisela und Heinz Ingram Rudolph zeigen auf einer Karte, wo es Brutplätze für Kraniche gibt.
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Gisela und Heinz Ingram Rudolph zeigen auf einer Karte, wo es Brutplätze für Kraniche gibt.

Heinz Ingram Rudolph fürchtet gesundheitliche Schäden, sollte ein weiterer Windpark errichtet werden

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06. Juni 2015, 00:27 Uhr

Der Widerstand gegen einen geplanten Windeignungsraum bei Stöllnitz wird immer größer. Vorbehalte melden nun auch Jäger und Naturschützer wie Heinz Ingram Rudolph an. Er wandte sich inzwischen auch an den Landtag von MV, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Denn der angedachte Eignungsraum sei seit Mitte der 1990er-Jahre ein Brutrevier des Kranichs geworden und sei zudem auch Rast- und Futterplatz für mehrere hundert bis tausend Tiere. „Der Bereich ist außerdem das Jagdgebiet für den Rotmilan und zeitweise auch für den Seeadler“, verdeutlicht Rudolph.

Dass gerade der ländliche Raum ein Gewinner der Energiewende sein könnte, lässt Rudolph nicht gelten. „Wir schwimmen schon jetzt im Strom und verramschen ihn an der Börse für sechs Cent je Kilowattstunde“, rechnet der Stöllnitzer vor.

Der geplante Eignungsraum für einen Windpark zwischen den Orten Stöllnitz, Bentin und Neu Steinbeck könnte 48 Hektar groß sein. Vier bis fünf Windkrafträder könnten dort errichtet werden.

Für den Jäger und Naturschützer Rudolph ein Unding. „Die gesundheitlichen Schäden und deren Folgen sind überhaupt nicht absehbar“, warnt er. Stöllnitz grenze schon jetzt an ein Windkraftgebiet mit 200 Meter hohen Anlagen.

Rudolphs Bedenken sind inzwischen in eine Stellungnahme der Gemeinde zur Teilfortschreibung des Regionalen Raumentwicklungsprogramms Westmecklenburg mit eingeflossen. Diese musste bis spätestens gestern vorgelegt werden. Mit einer Entscheidung vom Regionalen Raumentwicklungsprogramms Westmecklenburg wird jedoch erst im Herbst diesen Jahres gerechnet.

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