Bernstorf : Hilfe für Südafrika

Nach dem Tod ihres kleinen Sohnes kam Hanneke Lubbe zur Hospizarbeit. In Südafrika baut sie gerade ein solches auf. Dafür holt sie sich Hilfe aus Bernstorf.
Nach dem Tod ihres kleinen Sohnes kam Hanneke Lubbe zur Hospizarbeit. In Südafrika baut sie gerade ein solches auf. Dafür holt sie sich Hilfe aus Bernstorf.

Hospiz in Bernstorf unterstützt Projekt für Palliativmedizin

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07. Juli 2018, 12:00 Uhr

Ihr Sohn ist gerade drei Jahre alt, da bekommen Hanneke Lubbe und ihr Mann die Schocknachricht: Er hat Krebs, unheilbar. Ein paar Monate später ist der kleine Junge tot. Diese Zeit, diese Erfahrung haben Hanneke Lubbe geprägt. Sie verlässt Hamburg und geht zurück in ihre Heimat Südafrika. Dort merkt sie, wie wenige Hilfe es dort für schwerkranke Menschen gibt, wie wenig Unterstützung Angehörige finden. „Ich habe selber gemerkt, wie wichtig jedes Leben ist“, sagt sie. Egal ob kurz oder lang, egal ob reich oder arm.Deshalb fasst sie einen Entschluss und beginnt, sich zu engagieren.

„In Südafrika ist das relativ neu“, sagt sie. „Aber es gibt einen großen Bedarf an Hospizplätzen.“ Eine Krankenschwester und eine Ärztin arbeiten ehrenamtlich für ihr „Hospice Bloemfonten“ in der Provinz Free State. „Wir brauchen aber Unterstützung“, sagte Hanneke Lubbe. Die findet sie in Bernstorf. Dort war sie gestern zu Besuche und berichtete über Fortschritte und Rückschläge aus ihrer Heimat. „Wir haben in einem Jahr 60 Patienten betreut“erzählt Hanneke Lubbe und ist selbst ein bisschen erstaunt über diese Zahl.

Die Herausforderungen sind allerdings groß. „Wir betreuen auch viele Menschen, die keine Krankenversicherung haben“, sagt sie. Sie möchte den Menschen am Ende ihres Lebens Würde geben. Wenigstens dann. „Die Armut in Südafrika ist anders als hier.“

Um das zu schaffen bildet ihr Hospizverein mittlerweile selber Krankenschwestern und Familienbegleiter aus. „Es melden sich erstaunlich viele Menschen dafür“, sagt sie. Viele Rentner, aber auch junge Erwachsene. „Die meisten haben auch solche Erfahrungen gemacht.“

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