Mitmachzentrale : Hilfe für Helfer der Flüchtlinge

Meike Frey und Tino Schwarzrock wollen die Mitmachzentrale bekannter machen.
Meike Frey und Tino Schwarzrock wollen die Mitmachzentrale bekannter machen.

Initiativen, die Flüchtlinge unterstützen, werden zu Infoveranstaltung eingeladen. Mitmachzentrale soll Koordination übernehmen

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20. August 2015, 00:12 Uhr

Der 15. September (17 Uhr) soll eine Kehrtwende im Landkreis Nordwestmecklenburg markieren. An diesem Tag soll das ehrenamtliche Engagement rund um das Thema Flüchtlinge und Asylbewerber in geregelte Bahnen gelenkt werden.

Die Koordinierungsgruppe von Bildungs- und Sozialausschuss des Kreistages lädt alle Initiativen, Vereine, Verbände im Kreis ein, sich eine Übersicht zu verschaffen, wer sich wo und wie engagiert. Und um die Initiativen miteinander zu vernetzen.

Quer durch den Nordwestkreis haben sich in den vergangenen Wochen Menschen zusammengetan, um Flüchtlingen und Asylbewerbern den Start in ihrer neuen Heimat leichter zu machen. In Gadebusch bekommen die Asylbewerber Deutschunterricht, die Kirchgemeinde lädt sie zu Festen ein und hilft im Alltag. In Beckerwitz hat sich eine Aktionsgruppe gegründet, die mit den Flüchtlingen Busfahren und Einkaufen geübt hat. In Grevesmühlen ein ähnliches Bild.

Doch all diese Hilfe wird bislang nicht koordiniert. Dabei wächst auf der einen Seite der Bedarf nach Hilfe und auf der anderen Seite die Bereitschaft zu helfen. Diese Lücke will die Mitmachzentrale des DRK schließen. Das Problem: sie ist kaum bekannt. Das soll sich ändern, denn auch dieses Projekt wird bei dem Treffen in der Malzfabrik dabei sein. „Es ist bewundernswert, was da läuft“, sagt Meike Frey vom DRK. Sie will mit der Mitmachzentrale helfen, die Hilfe zu organisieren. „Die Initiativen können sich bei uns melden und sagen, was sie brauchen.“

20 Freiwillige haben sich beim DRK bereits gemeldet. Pensionierte Deutschlehrer, Familien, die bereit sind eine Patenschaft zu übernehmen oder bei den alltäglichen Dingen des Lebens zu helfen, stehen bereit. Zum Einsatz ist aber bislang keiner von ihnen gekommen, weil Koordinatorin Petra Schröder nicht weiß wo. Ihr dringender Appell: „Meldet uns euren Bedarf.“

Tino Schwarzrock (Grüne) und Simone Oldenburg (Linke) wollen bei der Inofveranstaltung versuchen, ein bisschen Ordnung in das emsige Gewusel zu bringen. „Untereinander sind die Initiativen kaum vernetzt“, sagt Simone Oldenburg. Jeder ist in seinem Gebiet aktiv, ein Austausch finde kaum statt. So werden viele Dinge doppelt gemacht und leider auch die Fehler. Hätten die ehrenamtliche Helfer aber Kontakt untereinander, können Erfahrungen ausgetauscht werden. Klar sei aber auch, sagt Simone Oldenburg: „Ehrenamt hat seine Grenzen. Wir müssen auch klären, welche Aufgaben die freiwilligen Helfer übernehmen können und wann die Verwaltung zuständig ist.“ Sie fordert den Kreis auf, zudem ein Budget zur Verfügung zu stellen, um die ehrenamtlichen Helfer finanziell zu unterstützen, beispielsweise bei den Fahrtkosten.

Die Anmeldung zu der Infoveranstaltung erfolgt über die Mitmachzentrale: Hans Grundig-Str. 34 in Wismar, Telefon 0384171230 oder per Mail mitmachzentrale@drk-nwm.de.

Es können aus Platzgründen maximal zwei Personen pro Vereine, Verband etc. kommen. Zudem wird darum gebeten, mit der Anmeldung schon Probleme und erste Themenwünsche mitzuteilen.

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