Gadebusch : Hilfe für Ferienlager gesucht

Die zwei Wochen Ferienlager bezahlt der Arbeitslosenverband rund 24 000 Euro.
Die zwei Wochen Ferienlager bezahlt der Arbeitslosenverband rund 24 000 Euro.

Seit neun Jahren fahren Kinder vor allem aus sozial schwächeren Familien nach Tschechien. Jetzt steht das beliebte Sommercamp vor dem Aus. Der Grund: zu wenig Spenden.

svz.de von
29. September 2015, 12:00 Uhr

Für Rosemarie Grau und viele Kinder aus Gadebusch und Umgebung könnte das diesjährige Weihnachtsfest ein trauriges werden. Denn die Vorsitzende des Gadebuscher Ortsvereins des Arbeitslosenverbands Deutschlands befürchtet die Absage des bei Kindern beliebten Sommerferienlagers im tschechischen Staré Splavy. Seit neun Jahren organisiert die Ortsgruppe dieses Camp. Doch wenn nicht bis Dezember Spendenzusagen in Höhe von mindestens 5000 Euro bei Rosemarie Grau zusammenkommen, muss die Fahrt ins Riesengebirge im kommenden Jahr ausfallen.

„Ohne Hilfe von Sponsoren können wir das Ferienlager nicht finanzieren. Wenn wir die dringend benötigten Spendenzusagen nicht rechtzeitig bekommen, müssen wir die Fahrt ins Riesengebirge im nächsten Sommer schweren Herzens streichen“, sagt Rosemarie Grau.

Circa 24  000 Euro hat das Ferienlager im Sommer 2015 gekostet. Circa 15  000 Euro kamen davon aus dem Verein und über Spenden zusammen. „In den zurückliegenden Jahren war es immer so, dass wir von den für das Ferienlager eingeplanten Mitteln immer etwas übrig hatten, um direkt das nächste anzugehen. Doch in diesem Jahr ist die Kasse leer, Polster für die Anfangsfinanzierung gibt es keine“, sagt Vorstandsmitglied Simone König.

Deshalb ist jetzt schnelle finanzielle Hilfe nötig. Denn bis Ende Dezember erwartet der tschechische Camp-Betreiber eine klare Ansage, ob und wie viele Kinder aus Deutschland wieder zwei schöne Wochen im Riesengebirge verbringen dürfen oder aber nicht. Andernfalls werden die urigen Holzhütten anderweitig vermietet. Doch für diese klare Ansage benötigt der Verein feste Zusagen. Zusagen von Spendenwilligen. Zusagen, die Planungssicherheit schaffen. Die Spendengelder selbst werden erst bis zum Februar kommenden Jahres benötigt.

Eines jedoch möchten die Organisatoren bei allen Sorgen, die sie momentan begleiten, nicht versäumen. „Wir bedanken uns bei allen, die uns in den vergangenen Jahren unterstützt haben“, sagte Rosemarie Grau. „Ohne diese selbstlose Hilfe vieler Einzelner wären die vielen schönen Ferienerlebnisse vor allem auch für Kinder, deren Eltern so ein Ferienlager nur schwer finanzieren können, nicht möglich gewesen. Diese Hilfe ist einfach großartig.“

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