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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Oktober 2017 | 18:56 Uhr

Schlagsdorf : Hilfe beim Start in die Arbeitswelt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Berufseinstiegsbegleiter Dirk Wegner unterstützt Jugendliche bei der Traumberuf-Suche

svz.de von
erstellt am 30.Apr.2014 | 00:00 Uhr

Dirk Wegner ist Berufseinstiegsbegleiter an der Schlagsdorfer Schule. Hier hilft er jungen Menschen beim Start in die Arbeitswelt. „Die Berufseinstiegsbegleitung ist darauf ausgerichtet, mit Schülern zu arbeiten, die die Ausbildungsreife noch nicht erlangt haben“, erklärt Wegner. Diese Schüler, oft sozial auffällig, sollen auf ihrem Weg von der Schule in den Beruf unterstützt, beraten und begleitet werden. „Sie haben oftmals Defizite bei der Lerneinstellung und wissen noch nicht, wo es einmal hingehen soll“, beschreibt Wegner.

Der Berufseinstiegsbegleiter organisiert für sie Nachhilfe, versucht ihre Lernmotivation zu verbessern und hilft ihnen nach der Suche nach einer Ausbildung. Wegner begleitet die Jugendlichen dabei nicht nur in ihrer Orientierungsphase, sondern bis zum Ende des ersten Lehrjahres: „Um Abbrüche zu vermeiden“, sagt er.

Zehn Jugendliche, vier Mädchen und sechs Jungen, steht Dirk Wegner in Schlagsdorf mit Rat und Tat zur Seite. Zweimal wöchentlich können die Schüler sich mit ihm treffen. Bei Bedarf führt er Elterngespräche und steht mit den Fachlehrern im Gespräch. Wegners Ziel ist es, die Jugendlichen dahin zu führen, eine eigene Berufswahl und -wünsche zu entwickeln. Lehrangebote werden durchgegangen, Firmen besucht und Interessen und Fertigkeiten ausgeklügelt – und das müssen die Schüler nicht allein schaffen. Dirk Wegner hilft, wo er kann. „Sie haben hohe berufliche Ansprüche, die im Gegensatz zu ihren Noten stehe. Außerdem haben sie oft keinen Plan B“, erzählt Wegner. Gerade solche Schüler bräuchten Hilfe. „Wir zeigen ihnen Wege auf, wie sie ihre schulischen Leistungen verbessern und so auch ihre beruflichen Ziele erreichen können.“

Der Berufsbegleiter hat gute Erfahrungen mit dem Projekt gemacht: Viele der Schüler, die sein Programm durchlaufen haben, haben eine positive Entwicklung hingelegt: „Sie bringen dann oft in der Berufsschule gute Leitungen. Auch die Betriebe sind mit ihnen zufrieden“, erzählt Wegner stolz. Das alles funktioniere aber auch nur in einer umfassenden Zusammenarbeit mit den Eltern, Betrieben, der Agentur für Arbeit und der Schule, macht er deutlich.

„In Mecklenburg-Vorpommern sind insgesamt 61 Berufseinstiegsbegleiter an 45 Schulen tätig“, sagt Katrin Schwarz vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schwerin. „Die Koordinierung der Maßnahmen zur Berufseinstiegsbegleitung erfolgt durch die Agenturen für Arbeit in gemeinsamer Partnerschaft mit beteiligten Schulen und Dritten.“ Die Finanzierung erfolgt anteilig durch die Agenturen für Arbeit mit 50-prozentiger Kofinanzierung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Welche Schule einen Berufseinstiegsbegleiter genehmigt bekommt, entscheidet das Ministerium für Bildung nach einer Bedarfsermittlung an den Schulen. Die Vergabe von Aufträgen an die Bildungsträger, bei denen die Fachkräfte der Berufsein-stiegbegleitung in der Regel beschäftigt sind, erfolgt dann durch die Bundesagentur für Arbeit.

 

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