Grevesmühlen : Hier spielt seit 25 Jahren die Musik

Geben Takt in der Kreismusikschule vor: Schulleiter Hartwig Kessler, Finanzexpertin Stefanie Speer, Projektkoordinatorin Heidrun Bank und der stellvertretende Schulleiter Hidehisa Edane (v.l.n.r.).
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Geben Takt in der Kreismusikschule vor: Schulleiter Hartwig Kessler, Finanzexpertin Stefanie Speer, Projektkoordinatorin Heidrun Bank und der stellvertretende Schulleiter Hidehisa Edane (v.l.n.r.).

Kreismusikschule „Carl Orff“ feiert ihr Jubiläum mit einer Festveranstaltung / Rund 900 Schüler nehmen in 29 Orten Unterricht

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30. September 2015, 00:15 Uhr

Der Kreismusikschule „Carl Orff“ steht ein Jubiläum ins Haus. Seit 25 Jahren gibt es diese Kreismusikschule – und das soll im am 7. November mit einer Festveranstaltung im Grevesmühlener Rathaus gefeiert werden.

Grund zum Feiern hat die Musikschule allemal: Sie hat sich innerhalb eines viertel Jahrhunderts zu einer festen Größe im Nordwestkreis entwickelt. Zahlen belegen dies: Nahmen im ersten Schuljahr 26 Kinder und Jugendliche Musikschulunterricht, so sind es aktuell 908 Musikschüler. Sie können in 29 Orten des Landkreises Nordwestmecklenburg Unterricht nehmen.

„Gerade das flächendeckende Musikschulangebot ist immens wichtig, damit möglichst viele Menschen den Zugang zur Musik haben“, sagt Musikschulleiter Hartwig Kessler. Wundern müsse er sich manchmal dennoch, wenn einige Nordwestmecklenburger erstaunt fragen: „Was, wir haben im Landkreis eine Musikschule?“ Noch mehr ins Staunen könnten sie versetzen, dass Musikschüler bereits nach Weißrussland, Japan oder den USA gereist sind, um dort aufzutreten. Die jüngste Konzertreise führte die Musiker in die Stadt, aus der Harrison Ford, Hillary Clinton oder Walt Disney stammen: Chicago.

Einen höheren Stellenwert als das Reisen hat allerdings der qualitative Unterricht. Dafür verantwortlich sind 13 hauptamtliche Lehrkräfte sowie 30 freie Mitarbeiter. Alle verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und messen auch der studienvorbereitenden Ausbildung ihrer Schützlinge große Bedeutung bei. Zwei ihrer Schüler, die Grevesmühlener Emil Pril und Marthe Georgi, sind inzwischen für die Aufnahme an der Jungen Akademie Rostock (yaro) empfohlen worden. Diese Akademie ist ein internationales Zentrum für musikalisch Hochbegabte. Ein weiterer Schüler, Mikko Krebs aus Herrnburg, nahm inzwischen ein Studium an der Musikhochschule Dresden auf. „Das sind natürlich wunderschöne Erlebnisse und man weiß, wofür man sich stark macht“, sagt Hartwig Kessler.

Stark machte sich die Kreismusikschule zusammen mit anderen Partnern auch für die Erarbeitung und Herausgabe eines Leitfadens für Erzieherinnen zum Thema „Musik im Kindergarten“. Denn schon die Kleinsten sollen an die Musik herangeführt werden.

Da verwundert es nicht, dass bereits die Namen zweieinhalbjährige Kinder in der Mitgliederkartei der Kreismusikschüler auftauchen. Zu finden ist dort auch der Name des ältesten Musikschülers: Peter Gwiazda. Der 71-jährige Dassower ist leidenschaftlicher Saxophonspieler.

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