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Phantechnikum : Herr Fokk erklärt die Naturgewalten

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kinder führen Kinder durch die Ausstellung und werden zu Museumsbotschaftern ausgebildet

Wie war das mit dem roten Baron, wieso ist ein Würmchen eine Muschel, dazu noch sehr gefährlich, und was dachte der Maschinist der Titanic sich? Im Phantechnikum werden kleine Wismarer zu Museumsbotschaftern ausgebildet.

„Ich bin eigentlich gar kein böses Würmchen, sondern eine Muschel, genauer gesagt eine Teredo navalis“, erklärt Franziska Romer. „Die Muschel frisst sich durch das Buhnenholz an der Küste, dann sind die Buhnen nicht mehr so stark, sondern morsch, und starke Wellen werden zur Gefahr für die Menschen an Land.“ Mit ihren gerade mal zehn Jahren weiß Franziska Romer schon gut Bescheid. Sie gehört zu den Schülern der Evangelischen Schule „Robert Lansemann“ in Wismar, die seit Oktober zu Museumsbotschaftern im Phantechnikum ausgebildet werden. Um dann mal selbst den kleinen Museumsbesuchern die „Technik zum Anfassen“ zu erklären. Nicht nur live vor Ort, sondern auch im Film, der nebenbei entsteht. Für Kamera, Ton und (fast) alles andere sind natürlich die Kinder verantwortlich.

Verkleiden gehört dazu. Franziska wird zur miesen Muschel, David Soloviov (12) zu „Herrn Fokk“, Fiete Buß (10) mit Fliegerbrille zum berühmten „roten Baron“ Manfred von Richthofen. Vor dem Nachbau des „Fokker Dreideckers DR I“ schlüpft Igor Stollberg (11) in die Rolle des Reporters, der den beiden Figuren des Ersten Weltkrieges unangenehme Fragen stellt. Inklusive einer heißen Diskussion nach den Nachfragen der „echten“ Journalistin. „Die Technik war gut, aber was damit gemacht wurde, war böse“, sagt Igor und ist fasziniert von der alten Flugzeugtechnik. Die jungen Reporter werden für den Film einige historische Persönlichkeiten treffen, beispielsweise den Maschinisten der Titanic oder den „Raketenpionier“ Fritz von Opel.

Dr. Kathrin Möller vom Phantechnikum: „Die AG Museumsbotschafter ist Teil einer bundesweiten Initiative des Deutschen Museumsbundes. ,Von uns – für uns! Die Museen unserer Stadt entdeckt’ ist wiederum Teil der Initiative ,Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung’ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.“ Seit Mitte Oktober beteiligt sich das Phantechnikum gemeinsam mit dem Filmbüro Wismar an diesem Projekt und bildet „kleine Museumsführer“ und Filmemacher“ aus. Die Zehn- bis 14-Jährigen werden unter anderem auch als „Schweißtrainer“, „Filmvorführer“ oder „Laborhelfer“ tätig. Ende März voraussichtlich wird der Film der kleinen Museumsführer fertig und der Öffentlichkeit vorgestellt. Ab Ende Februar werden die Kinder aktiv und führen erst die Eltern und Schulkameraden, dann Schüler aus anderen Schulen durch das Museum.





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erstellt am 30.Jan.2014 | 05:45 Uhr

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