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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. November 2017 | 14:21 Uhr

Krembz : Herbstfest mit Überraschungen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Förderverein der Feuerwehr Krembz beschenkt aktive Kameraden. Wehrführer beklagt aber auch einige Personalsorgen

svz.de von
erstellt am 23.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Dieses Herbstfest werden vor allem die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Krembz bestimmt so bald nicht vergessen. Denn neben allerhand Aktionen für die vielen Besucher hatte der Förderverein darüber hinaus auch für die aktiven Kameraden einige Überraschungen parat. „Die Kameraden wissen nichts davon, die sind alle noch völlig ahnungslos“, sagte Sven Barz noch während der Schauvorführungen diverser Feuerlöschgeräte.

Im Feuerwehrgerätehaus türmten sich derweil die Ursachen der Geheimniskrämerei des Wehrführers der Freiwilligen Feuerwehr Krembz, der gleichzeitig auch deren Förderverein leitet. Eine neue Nebelmaschine für einsatznahe Übungseinheiten der Atemschutzgeräteträger, eine Sani-Tasche für die Jugendfeuerwehr, ein Rot-Kreuz-Rucksack für die Erste-Hilfe-Beuaftragte der Wehr und neue Uniformen für die 14 Kinder starke Truppe der „Löschzwerge“. Insbesondere die Anschaffung dieser Unformen für die sechs bis zehn Jahre jungen Brandschützer wurde erst durch den Gewinn von 2000 Euro bei einer Aktion des Radiosenders Ostseewelle vor gut einem Monat möglich.

Der Wehrführer freut sich über die neuen schicken Uniformen mindestens genauso wie über den personell gut aufgestellten Mini-Nachwuchs in der Krembzer Wehr. Sorgen indes bereitet dem 49-Jährigen die gefährdete Einsatzbereitschaft bei den aktiven erwachsenen Kameraden. „Wir spüren jetzt die Auswirkungen des demografischen Wandels. Die älteren Mitglieder ziehen sich langsam zurück, zahlenmäßig adäquater Zulauf fehlt uns“, so der Wehrführer. Nur neun Jugendliche im Alter zwischen zehn und 16 Jahren seien derzeit in der Jugendwehr aktiv. Zu wenig für den Nachwuchs, der irgendwann in die Erwachsenenwehr nachrücken soll.

Dabei sind bei den Erwachsenen immerhin 23 Kameraden aktiv im Einsatz. Problem: An normalen Werktagen ist die Einsatzbereitschaft mit der erforderlichen Zahl an Einsatzkräften aber nur schwer zu gewährleisten. Die meisten aktiven Mitglieder arbeiten außerhalb. Da ist Barz schon froh, dass viele davon im Schichtbetrieb arbeiten, so also immer jemand vor Ort ist, wenn einmal die Sirene heult. Und das passiert immerhin durchschnittlich 15 Mal im Jahr.

Nicht, dass an dieser Stelle ein falscher Eindruck entstehe: Der Bestand der Freiwilliegen Feuerwehr in Krembz sei nicht gefährdet. Wehrführer Sven Barz: „Aber ich bin froh über jeden, der zu uns kommt.“

 

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