zur Navigation springen

Simson-Schrauber in Gadebusch : Helles Köpfchen und starke Arme

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gadebuscher Simsonclub gewinnt Pokale für besten Umbau und im Motorblockstemmen auf dem Harzring

svz.de von
erstellt am 09.Aug.2017 | 09:00 Uhr

Es ist quietschgelb, hat stolze 122 Kubikzentimeter Hubraum, fährt locker mehr als 100 Kilometer pro Stunde schnell und ist das beste umgebaute Simson-Zweirad, das beim Simson-Festival auf dem Harzring zu sehen war. Es gehört dem Gadebuscher Jörg Abraham. Der ist nicht nur Kopf des Gadebuscher Simsonclubs, sondern hat in Sachen Simson-Kreationen in den vergangenen Jahren schon einige spezielle Umbauten auf den Markt gebracht. Selbst die Simsonstätte Suhl und viele andere Werke haben Interesse an seinen Umbauten bekundet und waren in Gadebusch zu Gast, um sich Tricks abzuschauen. Mittlerweile träumt der 54-Jährige sogar von einer eigenen Rennstrecke in der Nähe von Gadebusch.

„Mit ein paar Millionen Euro ließe sich das durchaus realisieren“, erklärte der Gadebuscher lachend. Doch bevor dieser Traum zu Ende geträumt ist, gibt sich Abraham lieber der Realität hin und fuhr zum wiederholten mal mit weiteren Club-Mitgliedern zum Harzring zwischen Quedlinburg und Aschersleben. Schon seit mehr als zehn Jahren sind die Gadebuscher hier willkommene Gäste und schnappen sich auch immer den einen oder anderen Pokal.

Während es in den verschiedenen Rennen mit und ohne Seitenwagen nicht so gut lief und kein Pokal mit nach Hause genommen wurde, schaffte es Abraham allerdings zum 13. Mal, sich den Pokal im Motorblockstemmen zu sichern. Der wiegt acht Kilogramm und muss mit gestrecktem Arm so lange wie möglich horizontal gehalten werden. „Das ist das erste, was ich mache, nachdem wir die Mopeds entladen haben. Vorher habe ich keine Ruhe. Bisher hatte noch niemand eine Chance gegen den 54-Jährigen. Und das sollte auch 2017 so bleiben. Nach 2,34 Minuten setzte Abraham den Motorblock ab. Der Zweitplatzierte blieb mehr als eine Minute hinter ihm zurück. „Die haben ein Jahr lang im Fitnesscenter geübt und gemacht und getan. Aber irgendwie reicht es nicht“, erklärte Abraham.

Dass der Gadebuscher nicht nur starke Arme, sondern auch ein helles Köpfchen besitzt, zeigte sein Siegermoped für den besten Umbau. 122 Kubikzentimeter Hubraum, mehr als 100 km/h schnell und mit vielen liebevollen Details ausgestattet, gewann die ehemalige S51. „Ausschlaggebend war wohl, dass das Moped auch für die Straße zugelassen ist“, erklärte er.

Nach drei abwechslungsreichen Tagen ging es wieder nach Hause. Im kommenden Jahr gibt es einen neuen Versuch, diverse Pokale mit nach Hause zu nehmen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen