21. Münzfest Gadebusch : Heiße Tage und heiße Nächte

Partystimmung pur auf dem Marktplatz von Gadebusch. Fotos: mata (3), hgl (2)
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Partystimmung pur auf dem Marktplatz von Gadebusch. Fotos: mata (3), hgl (2)

Ein fest voller Überraschungen: Das Münzfest in Gadebusch wird in Erinnerung bleiben - aus unterschiedlichen Gründen.

svz.de von
06. Juli 2015, 12:00 Uhr

Von diesem Münzfest wird man in Gadebusch noch lange reden. – Weil es ausgerechnet an den heißesten Tagen des ganzen Jahres stattfand, weil es wegen Unwetters Samstagnacht kurz unterbrochen werden musste, weil das Feuerwerk erstmals ohne Höhenbegrenzung abgeschossen werden durfte und weil dann auch noch eine Fährverbindung über den Burgsee für reichlich Aufsehen sorgte.

Und Letzteres war die Überraschung des diesjährigen Münzfestes überhaupt und eines der Bilder, über das man noch lange sprechen wird: Marco Kern schipperte als Fährmann die Besucher des Münzfestes von einem Ufer des Burgsees zum anderen und natürlich wieder zurück. Eine verrückte Idee mit durchaus ernstem Hintergrund. Denn sehnsüchtig warten die Gadebuscher auf ihre neue Burgseebrücke.

„Das mache ich jetzt so lange, bis die neue Brücke steht“, erklärte augenzwinkernd der Fährmann auf Zeit, der auf eine Zollgebühr für die Überfahrt übrigens großzügig verzichte. „Eine tolle Idee. Spätestens Anfang Oktober diesen Jahres steht die neue Brücke“, versprach der von dieser Aktion völlig überraschte Bürgermeister Ulrich Howest. Und beantwortete damit auch gleichzeitig die Frage mehrerer SVZ-Leser, die sich in den vergangenen Tagen mit dieser Problematik an unser Lesertelefon gewandt hatten.

Zur Freude aller Besucher gab es in diesem Jahr erstmals ein echtes 20-minütiges Höhenfeuerwerk, das diesen Namen auch verdiente. „Der Landkreis hatte ein Einsehen“, freute sich Ulrich Howest, „und hat die Höhenbegrenzung von 30 Metern aufgehoben.“

Für reichlich Redestoff sorgte darüber hinaus das Unwetter, dasSamstagnacht über Gadebusch zog. Blitz und Donner, Regen und Sturm – da musste die Party mit der Partyband „Skyline“ und DJ Alex Stuth kurz nach 22 Uhr erst einmal unterbrochen werden. Während die Technik eiligst von der Bühne geholt und das Bühnendach durch den Sturm sogar teilweise abgedeckt wurde, flüchteten einige Gäste schleunigst in Hauseingänge oder machten sich leider gleich ganz aus dem Staub. Und so waren es nach gut einer Stunde zwar nur noch 200 von zuvor 600 Besuchern, die auf dem Marktplatz mit minimierter Technik feierten. Aber dies taten sie so ausgelassen und fröhlich, als wäre nichts gewesen.

Wie gesagt, dieses 21. Münzfest werden alle Beteiligten wohl nicht so bald vergessen.

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