Freisprechung : Handwerker werden gebraucht

Kreishandwerksmeister Eckart Gauer (r.) gratuliert den Anlagenmechaniker-Lehrlingen zur erfolgreichen Gesellenprüfung.
Kreishandwerksmeister Eckart Gauer (r.) gratuliert den Anlagenmechaniker-Lehrlingen zur erfolgreichen Gesellenprüfung.

Im Wismarer Zeughaus bekamen jetzt 48 Lehrlinge ihre Gesellenbriefe überreicht

svz.de von
10. März 2014, 00:00 Uhr

Neue Handwerker für Nordwestmecklenburg: Im Wismarer Zeughaus bekamen die Lehrlinge der Winterprüfung 2013/14 jetzt ihre Gesellenbriefe überreicht. Auch Tobias Zarnitz konnte sich über eine bestandene Prüfung freuen. Der Lehrling im Bereich Kfz-Mechatroniker Fachrichtung Nutzfahrzeuge beim EVB Wismar, hatte sogar doppelten Grund dazu. Er gehörte zu den drei Lehrlingen mit dem besten Ergebnis. „Ich hatte schon bei der Prüfung ein ganz gutes Gefühl“, erzählt der 20-Jährige. Er habe viele Praktika nach der Schule gemacht, bis er den richtigen Beruf für sich entdeckte. „Die ganze Lehrzeit war unvergesslich und es hat viel Spaß gemacht“, so Zarnitz. Nächstes Ziel sei jetzt vielleicht die Meisterprüfung.

Kreishandwerksmeister Eckhart Gauer betonte vor den Lehrlingen und ihren Familien: „Gute Handwerker sind rar und werden gebraucht.“ Mit den Abschlussprüfungen war er jedoch nur bedingt zufrieden. Daher nutzte er bei der Gesellenfreisprechung auch die Gelegenheit zur Mahnung. „Es waren überschaubare Ergebnisse. Nutzen sie jede Möglichkeit zur Fortbildung“, so Gauer. Insgesamt haben 48 Lehrlinge die Winterprüfung bestanden. Davon erreichten lediglich drei ein gutes Ergebnis. Bei weiteren 19 war es befriedigend. Dagegen schlossen 26 Lehrlinge die Prüfung nur mit einem ausreichend ab. Ein sehr gutes Ergebnis kam gar nicht vor. Neun Lehrlinge bestanden die Prüfung nicht.

Gerhard Rappen freute sich ebenfalls für die Lehrlinge. „Sie können stolz auf sich sein, denn sie haben eine wichtige Hürde genommen“, so der amtierende Landrat. Aber auch er gab den jungen Prüflingen mit auf den Weg, dass es immer wieder etwas zu lernen gebe und man sich neuen Herausforderungen stellen müsse. Gleichzeitig rief er dazu auf, auch in schwierigen Situationen nicht aufzugeben. „Im Berufsleben seinen festen Platz zu finden, kann noch Geduld und Ausdauer erfordern“, sagt Rappen. Aber den Lehrlingen würden jetzt alle Wege offen stehen. Eine Meisterausbildung sei ihnen ebenso möglich wie die Aufnahme eines Studiums. „Das Handwerk ist noch immer die tragende Säule des Arbeitsmarktes“, so Rappen.

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