Piraten Open-Air : Hai-Alarm zum Ende der Saison

Haialarm im Teich vor der Pirateninsel: Nur mit viel Mühe und Not konnte sich der Pirat vor dem blau-weißen Ungetüm an das Land retten.  Fotos: Maik Freitag
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Haialarm im Teich vor der Pirateninsel: Nur mit viel Mühe und Not konnte sich der Pirat vor dem blau-weißen Ungetüm an das Land retten. Fotos: Maik Freitag

1600 Gäste bei letzter Vorstellung 2017 des Piraten Open Air Theaters in Grevesmühlen

svz.de von
05. September 2017, 21:00 Uhr

Der weiße Hai, Bauarbeiter in Warnwesten, auferstehende Tote, der werbeträchtige Fahrradständer eines Sponsors oder das zusammengefasste Benefizkonzert von Teddy & Friends: Nichts fehlte bei der letzten Vorstellung des Grevesmühlener Piraten Open Airs, bei dem die eigene Vorstellung bekanntlich noch einmal humoristisch aufs Korn genommen wird.

„Die Derniére ist bekannt für ihren lustigen Charakter. Daran haben wir auch dieses Mal wieder festgehalten“, erklärte Intendant Peter Venzmer. Die 1600 Zuschauer in der ausverkauften Opne Air-Arena quittierten die schauspielerischen Leistungen mit Beifallsstürmen, rhythmischem Klatschen oder emotionalem Handyleuchten zu Liedern wie „Ein bisschen Frieden“ von Nicole oder „Bicycle Race“ von Queen. Denn statt zu Pferde kamen die wichtigsten Protagonisten dieses Mal mit dem Rad gefahren. Das machte sich im Sand nicht immer einfach und so musste sich Tim Forssmann alias „Capitanio Quallos“ des Öfteren den Berg mit Unterstützung des Publikums hinauf quälen. Ein verkehrssicherer Fahrradhelm durfte natürlich nicht fehlen. Auch einen Seitenhieb auf die anhaltenden Querelen in Sachen Lautstärke mit gerichtlich vorgehenden und sich gestört fühlenden Anwohnern konnten sich die Schauspieler nicht verkneifen und schraubten die Lautstärke für einige Sekunden deutlich herunter. Nach den Worten der Protagonisten „Wir haben gerade etwas zu laut erzählt, sagt das Messgerät. Nicht, dass wir noch Ärger bekommen“, zeigte sich allerdings das Publikum gewillt, dem einen Strich durch die Rechnung zu machen und erhöhte schlagartig die Dezibelzahl. Die Derniére fasste noch einmal zusammen, was in mehr als zwei Monaten im Rahmen des Open Airs geschehen war und spiegelte die Meinung der Open-Air-Beteiligten schauspielerisch wider.

„Trotz der Parodie auf die eigentliche Handlung fahre ich seit Sechs mit meinen Großeltern her“, erzählte Julian Preuß aus Heidelberg. Der 14-Jährige war schon als kleiner Junge begeistert von den Geschichten rund um die Piraten und fuhr schon als Achtjähriger mit Oma und Opa vom Camping-Aufenthalt in Kühlungsborn regelmäßig nach Grevesmühlen. „Man muss ja froh sein, wenn er noch mit uns mit kommt. Da erfüllen wir ihm gerne den Wunsch, zum Open Air zu gehen“, sagte Oma Brigitta aus Querfurt. Im kommenden Jahr müsse er dann aber vielleicht doch eher alleine oder in anderer weiblicher Begleitung gehen, erklärte Brigitte Preuß.

Für Intendant Peter Venzmer war auch diese 13. Episode von Käptn Flint und seinen Freunden und Feinden eine gelungene. 62 Mal traten die Schauspieler auf und zeigten großes Durchhaltevermögen. Denn gleich an 28 Tagen regnete es und das schlug sich auf die Zuschauerzahlen nieder. „Wir haben unsere Vorjahresquote nicht erreicht, obwohl wir ja den Anspruch haben, jedes Jahr etwas mehr Leute nach Grevesmühlen zu locken“, sagte Venzmer. Dennoch freue er sich schon auf die kommende Saison, wenn es wieder durch die Karibik und vom 22. Juni bis zum 8. September 2018 nach „Spanish-Cuba“ geht. Gleichzeitig freue sich der Intendant über eine schon jetzt feststehende Verpflichtung. Publikumsliebling Dustin Semmelrogge wird wieder dabei sein und mit manchem losen Spruch die Lachmuskeln der Besucher strapazieren. „Ich freue mich, Dustin schon frühzeitig verpflichtet haben zu können“, sagte Peter Venzmer. Am 22. Juni geht es dann mit der 14. Episode weiter. 20 sind bisher geplant. Weitere sind bereits aus der Feder Venzmers entstanden.

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