Gadebusch : Haflinger aus Klärgrube gerettet

Eingeklemmt: Feuerwehr und Tierarzt befreien das Tier.
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Eingeklemmt: Feuerwehr und Tierarzt befreien das Tier.

Gadebuscher Feuerwehr befreite mit Unterstützung des Zuchthofes das zwölfjähriges Pferd

Fehltritt! Kaum anders lassen sich die Geschehnisse auf dem Gadebuscher Kiebitzberg beschreiben. Dort fiel am Wochenende ein Pferd in eine Klärgrube an einem Haus. Das Tier und die Halter kamen dabei noch einmal mit dem Schrecken davon.

Elektrozaun und Abzäunung reichten nicht: Ein zwölfjähriger Haflinger nutzte am Sonnabend die Gunst der Stunde, trat über den Elektrozaun in den Vorgarten des Hauses. Als das Tier auf die Abdeckung der Grube stand, gab diese nach. In der Folge stürzte das Tier nach unten und landete seitlich in der Grube. Besitzer und Nachbarn waren hilflos und informierten die Polizei. „Daraufhin wurden wir alarmiert, denn das Tier war nicht in der Lage sich aus dieser Situation zu befreien“, sagt Ronny Plep von der Gadebuscher Feuerwehr.

Mit Unterstützung von Tierarzt Dr. Lothar Makowei gelang es, das Pferd ruhig zu stellen: „Das Tier lag sehr tief und der Kopf ebenfalls tief in der Grube. Es war kein rankommen. Da der Haflinger sehr nervös war, mussten wir es betäuben“,so Tierarzt Dr. Lothar Makowei.

Anschließend gelang es die Rettungsmaßnahmen durchzuführen. „Für uns stand schnell fest, dass auch wir nur mit Hilfe von schwerem Gerät das Pferd aus seiner unglücklichen Lage befreien konnten“, so Plep.

Mit schwerer Technik, Radlader und Bandschlingen vom Zuchthof, gelang es letztlich, das Tier aus der Grube zu heben. Ein Kreislauf auffrischendes Mittel brachte das Pferd schnell wieder auf die Beine. „Die Untersuchungen verliefen erfolgreich“, so Makowei. Zur Freude der Besitzer und Retter wurde das Tier glücklicherweise nur leicht an einem Huf verletzt und konnte dem Besitzer wohlauf übergeben werden.

Zahlreiche Schaulustige verfolgten den Einsatz. Zwischenzeitlich mussten diese gebeten werden, den Hof zu verlassen, damit die Einsatzkräfte die Rettungsaktion durchführen konnten.

Dabei war es nicht der erste Fall einer Tierrettung für die Gadebuscher Wehr. An die Geschichte „Lotte sprang in den Graben“ erinnerte sich auch Plep. Damals wurde das Tier mit Schläuchen aus dem Wasser gehievt. Am Kiebitzberg bedankten sich die Tierhalter für den erfolgreichen Einsatz.


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