Tiermisshandlung : Häufchen Elend auf vier Pfoten

Schäferhund Toni sucht die Nähe von Menschen. Außer Futter verlangt er Zuneigung.
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Schäferhund Toni sucht die Nähe von Menschen. Außer Futter verlangt er Zuneigung.

Tierheim Roggendorf pflegt halb verhungerten Schäferhund. Halter muss sich vor dem Gesetz verantworten

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18. August 2015, 21:00 Uhr

Haut und Knochen, kaum mehr hat Schäferhund Toni zu bieten. Der Rüde entkam am Sonntag nur knapp dem Tod. Veterinäramt, Polizei und Mitarbeiter des Tierheims Roggendorf befreiten den Hunger und Durst leidende Hund aus einem Zwinger in einer Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg. Vermutlich war er dort mehrere Wochen ohne Futter eingesperrt.

Die Beschlagnahme des Tieres war eine Nachtaktion, wie sie eher selten vorkommt, aber eine Rettungsmaßnahme in letzter Minute. „Lange hätte der Schäferhund nicht überlebt“, sagt die stellvertretende Tierheimleiterin Meike Jaworski. Sie reicht dem bis auf die Knochen abgemagerten Hund eine kleine Mahlzeit. Dabei muss man nicht lange schauen, um das Elend auf vier Pfoten mit dem entzündeten Auge zu erkennen.

Eben solch einem tragischen aber ebenso glücklichen Umstand ist die Rettungsmaßnahme des Tieres zurückzuführen. In der Nähe eines augenscheinlich verlassenen Gehöftes suchten Passanten nach Brombeeren. Als sie beim Gehöft um die Ecke blickten, entdeckten sie das Tier. Ihnen soll der Halter des Hundes bekannt gewesen sein. Sie waren entsetzt, als sie das sonst normal genährte Tier in einem erbärmlichen Zustand fanden, erzählt Jaworski. In der weiteren Folge wurden das Kreisveterinäramt, die Polizei und das Tierheim in Roggendorf informiert. Meike Jaworski fährt zu den besagten Hof und ist entsetzt: In dem zweieinhalb mal zweieinhalb Meter kleinen Zwinger ist der Boden zugekotet, gibt es weder Wasser noch Futter. „Aus Verzweiflung muss der Hund die Decke gefressen haben. Darauf lassen Spuren im Kot schließen“, so die Tierschützerin.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der SVZ vom 19. August und im ePaper.

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